Cd-Besprechung
Leserwertung: 14.6 Punkte
Stimmenzahl: 10
Nicht lange ist es her, um genauer zu sein ungefähr ein Jahr, da drohten uns 5 Jungs aus Ibbenbüren an, dass sie mit einem Album zurückkehren würden, das noch um vieles besser wäre als ihr damals aktuelles. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wenn es sich dabei nicht gerade um die Donots handeln würde. Die Band, die mit "Pocketrock" so ziemlich alles weggefegt hatte, was damals in der deutschen Szene rumkrebste.
Es war auch die Band, die mit ihrer Mischung aus Pop und Punk irgendwo in der Grauzone zwischen Mainstream und Untergrund lebte und trotzdem so erfolgreich war, dass sie es sich erlauben konnte eine Amiband im Vorprogramm zu haben.
Und das alles soll man jetzt noch überbieten können? Nein, leider nicht. Aber was heißt "leider"? Denn "Amplify The Good Times" steht "Pocketrock" in nichts nach und das soll was heißen, wenn man dieses Niveau beibehalten kann.
Die erste Singleauskopplung "Saccharine Smile" repräsentiert das Album würdig, denn sie zeigt diese gewisse ohrwurmlastige Punkart angereichert mit Pop auf. Die Unterschiede zu "Pocketrock" sind nicht groß, aber trotzdem zu finden.
So sind nicht mehr so viele lockerleichte Songs à la "Whatever Happened To The 80ies" zu finden, die sofort beim ersten Mal ins Ohr gehen. Stattdessen sind mehr melodische Parts zu finden, bei denen man eher spät die ganze Schönheit entdeckt, die dann aber umso länger im Ohr bleiben.
Insgesamt gehen alle Songs mehr in Richtung Emo, jedoch sind trotzdem ein paar "Gute-Laune"-Songs zu entdecken, wie z.B. "Big Mouth" oder "Friends (Fucked)".
Aber vorallem beim Songwriting hat sich einiges geändert und zwar zum Guten. So sind die Texte etwas tiefsinniger und in bessere Worte gefasst, als bei "Pocketrock".
Also eine Platte, die zwar das Versprechen noch besser als der Vorgänger zu sein nicht halten konnte, aber das macht nichts, denn auch "Amplify The Good Times" ist ein kleines Meisterwerk, das Deutschlands Musikwelt hoffentlich auch außerhalb unserer Grenzen bekannter machen wird.
11 Punkte (von max. 15)
Katja Pentelin, 13.06.2002
TRACKLIST
01. Get Going
02. Saccharine Smile
03. Friends (Fucked)
04. Hours Away
05. Big Mouth
06. Lady Luck
07. That's Armageddon
08. Rollercoaster
09. My Stereo's A Liar
10. Worst Friend/Best Enemy
11. Up Song
12. Someone To Blame
13. Oh Yeah Oh Yeah
14. Private Angel
[ *** Anspieltipps ]
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