Konzertbericht
Incubus
Köln - Palladium
30.01.2002
In der zur Hälfte gefüllten Halle machten Hoobastank den Anfang des heutigen musikalischen Spektakels. Eine Halbe Stunde früher als der Zeitplan es vorsah, erschien die 4er Combo aus Kalifornien. In Deutschland bisher noch unbekannt, werden sie hierzulande Anfang März ihr Album "Hoobastank" veröffentlichen. Gekonnt versetzten sie mit ihrem Auftritt die ersten Menschen in Bewegung. Melodiös rockend, erinnerten sie sehr an Incubus. Besonders der Gesang Doug Robbs liess den Gedanken an Brandon Boyd immer wieder auftauchen. Die musikalische Verwandtschaft zu Incubus war aber eher angenehm als störend.
Nach Hoobastank kamen, nach kurzer Umbauphase, 311 auf die Bühne. Mir vorher nur aus dem Line-up des vergangenen Bizarre-Festivals bekannt (irgendwann am frühen Nachmittag des letzten Tages), bereute ich nicht sie damals verpasst zu haben. Die Musik aus Happy-Rock-Rap liess das Ende ihres Auftritts nicht als einen traurigen Augenblick im Gedächtnis.
Danach folgte eine anscheinend ewig andauernde Pause, bevor Incubus endlich die Bühne betraten. Und das taten sie dann richtig, mit dem Opener ihres aktuellen Albums "Nice to know you" brachten sie das ausverkaufte Palladium zum ersten Mal am heutigen Tage so richtig zum Toben. Die nun dichtgedrängte Menschenmenge erlebte eine gute Mischung aus den Incubus-Alben. Schwerpunkt lag dabei, wie zu erwarten, auf den Vertretern des neuen Albums "Morning view". Aber auch "S.C.I.E.N.C.E."-Liebhaber durften sich über einige Leckerbissen, wie z.B. "A certain shade of green" oder auch "New skin" freuen.
Zur Halbzeit der Show präsentierten Brandon Boyd und Gitarrist die Akustikversionen von "Drive" und "Mexico" zum ausruhen und geniessen.
Das glorreiche Ende eines gelungenen Abends bildete dann "Pardon me", mein absoluter Incubus-Lieblings-Song, den sich die Band für die Zugabe aufgehoben hatte.
Die Show wurde durch das wunderbare Palladium und eine gute Lichtshow unterstützt. Negativ-Punkt waren allerdings die gesalzenen T-Shirt-, etc. Preise. Bei 30 EUR für ein Band-Shirt ist das alternative Lebensgefühl wohl schon dem Gedanken des Kommerzes gewichen.
arachni_name arachni_name, 14.02.2002
TRACKLIST
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