Cd-Besprechung
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Within Temptation gehören zweifellos zu der Sorte Band, die immer typisch klingen, egal was sie anpacken. Trotzdem sorgen die Niederländer auf ihrem neuesten Rundling „The Unforgiving“ für eine rockige Überraschung.
Gleichzeitig handelt es sich bei „The Unforgiving“ um ein nicht ganz klassisches Konzeptalbum, auf dem Within Temptation auf Rachefeldzug gehen. Zusammen mit Romano Molenaar (Comic) und Steven O’Connell (Story) verarbeiten Sharon, Robert, Martijn, Ruud und Jeroen die düstere Geschichte. Die passenden Videoclips dazu sind schon im Kasten und mit „Faster“ wurde unlängst die Jagd eröffnet.
Thematisch gehen Within Temptation weg von epischen Bilderwelten, die sie bisher gezaubert haben und befassen sich sehr viel mehr mit Missständen, Ungerechtigkeiten und Rache. Den letzten Part nimmt dabei Sinéad „Queen“ Harkin ein, die, nachdem sie ermordet wurde, mit Hilfe von „Mother Maiden“ auf mysteriöse Weise ins Leben zurückkehrt und die uns von nun an eine Weile begleiten wird.
Auf der offiziellen Band Website gibt es ständig Nachschub an Informationen, die das Rätsel um den irischen Racheengel klären werden. Die ersten acht Seiten des zugehörigen Comics, sowie den Shortfilm zu „Sinéad“ findet ihr dort bereits.
Und so beginnt die Geschichte bei „Why Not Me“ mit einer Einleitung von Mother Maiden und wird nach und nach musikalisch und inhaltlich immer mehr verdichtet.
Es ist eigenartig zu beschreiben, wie Within Temptation gleichzeitig etwas seichter aber trotzdem nicht weniger wuchtig klingen als sonst. Eindeutig wurden so einige Metal- und Orchesterelemente eingespart, Rock wurde durch catchy Popelemente ergänzt aber es wurden so viele Hooklines und Loops verarbeitet, dass es einfach nicht belanglos oder samtig wird. „The Unforgiven“ birgt immer noch genügend Metal („In the middle of the night“, „Iron“) und Balladeskes („Fire and Ice“, „Lost“), doch wurde ein klares Augenmerk auf Eingängigkeit („Faster“, „Sinéad“, „Shot in the dark“), Midtempo und Massentauglichkeit gelegt, ohne den eigenen Stil dabei aber selbst zu verraten. Prima gemacht!
Fazit: Derjenige, dem Within Temptation bisher zu opulent und weinerlich waren, sollte spätestens jetzt ein Ohr riskieren!
14 Punkte (von max. 15)
Conny König, 23.03.2011
TRACKLIST
1. Why Not Me
2. Shot In The Dark
3. In The Middle Of The Night
4. Faster
5. Fire And Ice ***
6. Iron
7. Where Is The Edge
8. Sinéad ***
9. Lost
10. Murder ***
11. A Demon's Fate ***
12. Stairway To The Skies
[ *** Anspieltipps ]
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