Cd-Besprechung
Leserwertung: 13.2 Punkte
Stimmenzahl: 9
Erster Kontakt mit Kaiser Chiefs: Anfang diesen Jahres als Ankündigung für das Haldern- Open Air. Neben (u.a.) Kaizers Orchestra. Die wiederum kannte man ja. Jetzt auf einmal eine neue Band mit einem ähnlichen Namen? Im Laufe der Monate dann erste Infos, die aus England rüberschwappten. Wie immer, next big thing, die alte NME-Leier - bei genauerem Hinsehen schien dann auch weniger das o.g. Orchester Pate für den Namen gestanden zu haben, sondern offensichtlich Franz Ferdinand. (sic!)
Dann: ein frustrierter (und frustrierender) Artikel im Rolling Stone über die Veröffentlichungspolitik deutscher Plattenfirmen, die im Vergleich zur Restwelt regelmäßig um Monate hinterherhinken. Kaiser Chiefs als „Musterbeispiel“. Vielen Dank.
Auf dem Urlaubstrip nach Edinburgh dann endlich die Platte gekauft. Der nächste Baustein im großen Brit-Hype dieses Jahres: The Cribs, The Futureheads, Razorlight, Bloc Party, Maximo Park.
Und Kaiser Chiefs? Die haben nun auch ihre 15 minutes of fame. Mit einfach wunderbaren Liedern. 12 Stücke, 12 Hits (für den „Sommer“). Einer poppiger als der andere, einer mit mehr „Na Na Na’s“ als der andere. Besonders groß: Everyday I love you less and less (mit dem grandiosen Refrain Ooooh, oh my parents love me!), You Can Have It All, Oh My God und bezeichnender Weise Na Na Na Na Naa.
Auch bezeichnend: die Band hat bereits vor 2 Jahren eine Platte unter dem Namen Parva eingespielt, mit einem sehr garagigen Sound, der eben genau in diese Strokes-Zeiten passte. Netter Versuch, aber leider nie veröffentlicht. Und diese (um es positiv auszudrücken) „Anpassungsfähigkeit“ muss man ihnen sicherlich auch vorwerfen. Aber es zählt der Moment, das HEUTE. Oder, um es mit anderen großen Briten zu sagen: „Where were you while we were getting high?”
Die Kaiser Chiefs spielen den momentan größten Pop der Welt. Und wer nicht dabei ist, ist selber Schuld! (in Haldern übrigens nicht, denn das Festival war ja Monate vorher ausverkauft)
Punkte: heute 15, in einem Jahr mit objektivem Blick: vermutlich 9.
PS: Auf www.mantrarecordings.com gibts 2 Videos von Parva und Infos a la „New York(shire) band Parva are one of the most exciting British bands around at the moment.”
9 Punkte (von max. 15)
Daniel Höfelmann, 28.08.2005
TRACKLIST
1.Everyday I Love You Less And Less
2.I Predict A Riot
3.Modern Way
4.Na Na Na Na Naa
5.You Can Have It All
6.Oh My God
7.Born To Be A Dancer
8.Saturday Night
9.What Did I Ever Give You?
10.Time Honoured Tradition
11.Caroline, Yes
[ *** Anspieltipps ]
Weitere Cd-Besprechungen und Stories
Leserkommentare
Zu dieser Cd-Besprechung wurde noch kein Kommentar geschrieben.
- Um einen Kommentar zu schreiben, musst du dich einloggen.
BIZARRE RADIO PRÄSENTIERT
Neue Beiträge im FORUM
- Der letzte und der erste Song des Jahres... 27.03.25, 21:23 // oliiiwaa889
- Pelicans Dyson Daniels Wounded 01.03.25, 22:32 // TamaraNWofford
- DieStimme - Die Maske fällt Maxi 05.02.25, 14:25 // vagofe
- Suche ähnliche Stimme wie.... 29.01.25, 17:28 // antiguans2
- eigene Handschrift deuten 29.01.25, 17:12 // antiguans2
- eure namen auf japanisch 29.01.25, 17:09 // antiguans2
- Geld 29.01.25, 17:07 // antiguans2
- Saufen für Profis 29.01.25, 17:04 // antiguans2
- What Manufacturer 29.01.25, 17:02 // antiguans2
- Proteste in Burma 14.12.24, 16:29 // duffytraciezs