Cd-Besprechung

Godex - Lovesick

Godex

Lovesick


  Vö: 25.02.2013

Bewertung:  12 Punkte
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Gut Ding will Weile haben heißt es im Volksmund. Irgendwie trifft das auch auf das neue musikalische Baby von Ex-Thora-Frontmann Tommy zu. Nachdem sich die Band für viele plötzlich trennte, saß Tommy nicht tatenlos im heimischen Wohnzimmer, sondern gründete 2009 das Bandprojekt Godex. Schnell folgte auch das erste Album „Gates Of The Universe“, bei dem sich der Sänger mit der charismatisch-tiefen Stimme wohl erst einmal ein wenig kreativ auslebte und versuchte sich neu zu finden. Nach einigen Ups & Downs scheint ihm das mit der Neufindung nun mit dem neuen Werk „Lovesick“ wohl sehr gelungen zu sein.

Insgesamt 12 Songs präsentieren Godex auf „Lovesick“, allesamt eine Mischung aus düsteren, zum Teil auch härteren Gothrocksounds, die wohl alle ein Stück des musikalischen Schaffens der Bandmitglieder in sich tragen. Neben Sänger Tommy gehören seit längerem auch Bassist Ingo Hey (Dronning Maud Land & Schelmish), Gitarrist Casey Faßbender (Das Scheit & Mantus), sowie der frühere Thora-Drummer Janusz Korzen mit zur Band. Und gerade diese kreative Mischung scheint es zu sein, die Godex so anziehend macht. „Lovesick“ treibt irgendwo im musikalischen Dunstkreis von den frühen 69 Eyes, hier und da mit Numetal-Growls, sleazigem Rocksound, Elektropop-Elementen oder an die Doors erinnernde Keyboard-Passagen gespickt. Das macht das Album wohl auch so durchaus komplex und abwechslungsreich, ohne desorientiert zu wirken. Die Texte sind nämlich ebenso wie die Melodien eingängig und tiefgründig. Songs wie „Moonsorrow“ oder „Sweet Hot Love“ lassen einen zwangsläufig mitträllern – sich dagegen zu wehren ist absolut sinnlos. Spätestens hier hat einen der Godex-Virus erfasst und lässt einen nur noch schwer los.

Mit „Lovesick“ ist Tommy Tom und seinem Bandprojekt Thora eine wundervolle heimische Abwechslung zu dem sonst eher den skandinavischen Ländern entstammenden düsteren Melancholic-Gothrock gelungen, die auch schon im Lager der deutschen Gothmetaller Crematory Anhänger gefunden hat. Und auch wenn die derzeitigen Wetterkapriolen die dunkle Seele schier nach Sonnenschein dürsten lassen, so ist „Lovesick“ hier der perfekte Soundtrack zu – schwermütig, einfühlsam und verdammt ehrlich.

12 Punkte (von max. 15)

Kitty N.26.02.2013

TRACKLIST
1. Lovesick
2. Million Flashlights
3. Let Me Bleed***
4. Dragonrider
5. Miss You
6. Sweet Hot Love***
7. Follow You***
8. Moonsorrow***
9. Little Girl
10. My Romance
11. The Girl And The Fool
12. Ordering Pain
[ *** Anspieltipps ]

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