Cd-Besprechung
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Rest In Peace Theatre Of Tragedy!
Und wieder verabschiedet sich eine großartige Band von den Bühnen der Welt, wobei für mich solche Auflösungen mittlerweile keinen so finalen Charakter mehr haben, denn wer weiß, in ein paar Jahren, wenn die familiären Verpflichtungen nicht mehr so zeitraubend sind, gibt es vielleicht doch wieder eine Reunion…
Sei’s drum, zunächst einmal verabschieden sich Theatre Of Tragedy.
Im Herbst 2010 fand das letzte Konzert in Stavanger statt, eben dort, wo vor 17 Jahren alles begann. „Last Curtain Call“ ist der Live-Mitschnitt des absolut letzten Auftritts von TOT, der BR in Form von Audio-Tracks vorlag, so dass der optische Eindruck leider nicht erfasst werden kann. Doch auch akustisch bildet „Last Curtain Call“ einen echten Leckerbissen, der den Hörer vom ersten Song an fesselt! Selbst demjenigen, der schon länger nichts mehr von TOT gehört hat, sei das Abschlusswerk ans Herz gelegt, denn mitreißend wie gewohnt präsentieren die Norweger eine fulminante Mischung aus 17 Jahren Bandgeschichte. Von jedem der 7 Studioalben sind einige Songs ausgesucht wurde, die der Band als repräsentativ erschienen, so dass „Last Curtain Call“ eine Art „Last Best Of“ bildet und allein deshalb schon Aufmerksamkeit verdient hat.
Die Spannung kann, trotz Mischung von Klassikern und Neuem, leider nicht ganz durchgängig gehalten werden, was aber auch schwer ist, weil ein paar der stärksten TOT-Songs („Hide and Seek“, „A Rose For The Dead“, „Fragment“, „And When He Falleth“) zu Anfang verschossen werden und es notwenigerweise ab Mitte etwas ruhiger und elektronischer zugeht, um aber am Ende noch mal in die Vollen zu gehen („Tanz Der Schatten“). Insgesamt ist die Setlist also sehr durchdacht, was man nicht zuletzt am letzten Song merkt: „Forever Is The World (but we are not)“.
Wer, zu Recht, Wert auf die Klassiker „Lorelei“ und „Cassandra“ legt, dem sei die DVD empfohlen, denn nur dort werden sie sicht- und hörbar. Überhaupt scheint mir der optische Eindruck das Ganze insgesamt noch aufzupeppen:
Wer TOT-Fan ist oder es einmal war, dem wird während des Hörens vermutlich ebenfalls immer wieder bewusst werden, was für eine einflussreiche Band da die Vorhänge zuzieht. Das kann schon mal traurig machen, denn zweifelsohne werden TOT für immer eine Vorreiterposition innehalten. Ihren phänomenalen Bekanntheitsgrad kann ihnen also niemand mehr streitig machen und darauf können Nell, Raymond, Frank, Vegard, Hein und Lorentz für immer stolz sein.
13 Punkte (von max. 15)
Conny König, 20.05.2011
TRACKLIST
CD 1 :
01. Hide And Seek ***
02. Bring Forth Ye Shadow
03. Frozen
04. Ashes And Dreams
05. A Rose For The Dead ***
06. Fragment
07. And When He Falleth
08. Venus
CD 2
01. Hollow
02. Storm ***
03. Image
04. A Hamlet For A Slothful Vassal
05. Fade
06. Machine
07. Der Tanz Der Schatten ***
08. Forever Is The World ***
[ *** Anspieltipps ]
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