Cd-Besprechung
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Die ersten paar Takte sind gespielt und es wird direkt klar was The View vorhaben: Sie wollen uns manipulieren! Uns arme Hörer der depressiven Wegwerfgeneration. Manipulieren um uns dazu zu bewegen einfach mal so richtig die Sau raus zu lassen und uns mal wenigstens für einen kurzen Moment selber zu vergessen; ohne "was passiert dann oder dann"; einfach mal wir selbst sein. Die Motive sind also ehrenwert sowie verständlich und die Ziele hochgesteckt. Das hätten wir schon mal geklärt. Jetzt geht es aber erst los mit der Fahrt durch die Welt der Schotten The View.
Rock'n'roll der aller übelsten und zugleich schönsten Sorte; hingespuckt mit Gefühl. Jung und frech sind The View allemal, was ihnen ja schon mal eine gute Vorraussetzung für das Rock-Business liefert. Besonders originell zeigen sich The View zwar (noch) nicht, aber dennoch machen sie eine Musik, die Spaß macht und die gar nicht originell sein muss. Mit geschrammelten Gitarren, Gesang mit ein paar Sprechchören, ein undominanter Bass und ein Schlagzeug, das; ja; eben ein Schlagzeug ist, haben sie die Grundbesetzung einer Band zusammen. Musikalisch erinnert The View etwas an die Libertines oder um es aktueller zu sagen, an die Dirty Pretty Things, vielleicht sogar ein kleines Fünkchen zu viel. Auf der anderen Seite liefern uns die vier Typen, die so unscheinbar ankommen, wie einst die Strokes, soviel Energie, dass man getrost anderen Bands vorschreiben kann sich mal eine Scheibe abzuschneiden, anstatt so verdammt intellektuell-künstlerisch zu tun.
Bereits nach dem ersten Song scheint alles gesagt, ich bin so wie ich bin, akzeptiert mich. Mit einer Wut im Bauch, geht alles doch am Besten, vor allem Musik machen. Als besonderer Leckerbissen stehen im Booklet übrigens annehmbar die Gitarrenakkorde zum fröhlichen Mitmusizieren. Ein weiterer Leckerbissen ist das schon wieder mit Gitarrenakkorden, diesmal in akustischer Form, ausgeschmückte Face For The Radio. Dieser Song ist zwar alles andere als nett für die betreffende Person (wer freut sich schon darüber, wenn man gesagt bekommt man sollte es besser lassen mit dem Fernsehen, da sein Gesicht besser zum Radio passt) aber dieser Song ist wahrscheinlich gerade wegen seiner Wink-Zum-Zaunpfahl-Mentalität so amüsant und besonders. Alles in allem kann man also guten Gewissens sagen, dass "Hats Off To The Buskers" gut ankommt. Nett und angenehm. 11 Punkte.
11 Punkte (von max. 15)
Julia Rebold, 16.03.2007
TRACKLIST
1. Comin' Down
2. Superstar Tradesman
3. Same Jeans
4. Don't Tell Me
5. Skag Trendy
6. The Don
7. Face For The Radio
8. Wasted Little DJ's
9. Gran's For Tea
10. Dance Into The Night
11. Claudia
12. Streetlights
13. Wasteland
[ *** Anspieltipps ]
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