Cd-Besprechung
Leserwertung: 0.0 Punkte
Stimmenzahl: 0
Quasi mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks veröffentlichen die Poodles im Zwei-Jahres-Takt ein neues Studioalbum. „Performocracy“ – der vierte Studio-Streich der Schweden bildet da keine Ausnahme, wenn im letzten Jahr mit „No Quarter“ bzw. „In The Flesh“ sozusagen außerplanmäßig eine Live-CD bzw –DVD auf dem Markt gebracht wurde.
Zu „Clash Of The Elements“ – dem direkten Studiovorgänger von „Performocracy“ hatte ich seinerzeit geschrieben, dass das Album zwar für Fans durchaus in Ordnung gehen würde, für meinen Geschmack jedoch ein wenig zu deutlich auf kommerziellen Erfolg getrimmt ist und die Band in künstlerischer Hinsicht stagnieren würde. Eine Ansicht, die ich auch heute noch genau so vertrete und die auch auf „Performocracy“ zutrifft.
Gut, auch Bands wie AC/DC oder Motörhead bekommen bei jedem neuen Album regelmäßig zu hören, dass sie stagnieren würden. Geschadet hat es diesen Bands offensichtlich jedoch nicht, erfreuen sie sich doch größter Beliebtheit und verkaufen ihre Alben jeweils wie ein Bäcker seine warmen Semmeln. Von daher könnte man auch bei den Poodles davon ausgehen, dass die Schweden es sich in ihrer Nische behaglich eingerichtet haben. Nur kommt hier zusätzlich zum Tragen, dass die Band auch qualitativ nachlässt, blieb doch bislang jedes Album ein Stückchen hinter dem anderen zurück. Denn das geradezu jugendlich Ungestüme und Unbekümmerte, das das Debütalbum „Metal Will Stand Tall“ noch förmlich aus jeder Pore ausschwitzte, verflog von Album zu Album mehr und wich einer scheinbar zunehmend aus kommerzieller Sicht geprägten, zum Teil reißbrettartigen Herangehensweise an die Songs.
Diese „Tradition“ setzt auch „Performocracy“ fort. Das Album enthält deutlich auf Massentauglichkeit gestylte Songs, die man mit ihren z.T. schon poppig anmutenden Melodien beim Hören zwar jeweils als „ganz nett“ bezeichnen würde, denen es aber gleichzeitig an entsprechender Langzeitwirkung fehlt, so dass sie unmittelbar nach dem Hören schon wieder aus dem Gedächnis gelöscht sind. Vielleicht sollten die Poodles mal ein wenig von ihrem zweijährigen Veröffentlichungsrhythmus abweichen und beim Songwriting in Zukunft ein wenig mehr Spontanität zulassen.
9 Punkte (von max. 15)
Jürgen , 02.04.2011
TRACKLIST
1. I Want It All (***)
2. Until Our Kingdom Falls
3. Father To a Son
4. I Believe In You (***)
5. Cuts Like A Knife (***)
6. As Time Is Passing
7. Love Is all
8. Your Time Is Now
9. Action!
10. Bring Back The Night
11. Vampire’s Call
12. Into The Quiet Night
13. Don’t Tell Me
[ *** Anspieltipps ]
Weitere Cd-Besprechungen und Stories
Leserkommentare
Zu dieser Cd-Besprechung wurde noch kein Kommentar geschrieben.
- Um einen Kommentar zu schreiben, musst du dich einloggen.
BIZARRE RADIO PRÄSENTIERT
Neue Beiträge im FORUM
- Der letzte und der erste Song des Jahres... 27.03.25, 21:23 // oliiiwaa889
- Pelicans Dyson Daniels Wounded 01.03.25, 22:32 // TamaraNWofford
- DieStimme - Die Maske fällt Maxi 05.02.25, 14:25 // vagofe
- Suche ähnliche Stimme wie.... 29.01.25, 17:28 // antiguans2
- eigene Handschrift deuten 29.01.25, 17:12 // antiguans2
- eure namen auf japanisch 29.01.25, 17:09 // antiguans2
- Geld 29.01.25, 17:07 // antiguans2
- Saufen für Profis 29.01.25, 17:04 // antiguans2
- What Manufacturer 29.01.25, 17:02 // antiguans2
- Proteste in Burma 14.12.24, 16:29 // duffytraciezs