Cd-Besprechung
Leserwertung: 11.7 Punkte
Stimmenzahl: 3
Als inoffizieller Nachfolger des 1997er Coveralbums "Potatoes And Melons" legen SNUFF mit "Greasy Hair Makes Money" eine weitere Platte mit Coverversionen vor.
Die bereits 1986 (!) gegründete Band aus dem sonnigen England verwurstet hier neun Songs sehr unterschiedlicher Herkunft. Von Bob Dylan über ein japanisches Volkslied bis zu Shannon´s "Let The Music Play" reicht die musikalische Spannweite. Alles im typischen Sound, der die Band in die Herzen vieler Punkfreunde gespielt hat.
Eröffnet wird "Greasy Hair Makes Money" durch "The Sound Of The Underground", einer kantigen Version des Originals von Girls Aloud. Es folgen "A Lovers Concerto" (The Toys), "Song To The Siren" und Bob Dylan´s "You´re A Big Girl Now". Gerade die beiden letztgenannten Songs finde ich nicht gelungen. Bei getragenem Gesang und etwas monotonem Sound kommt eher Langeweile auf. Erst bei "Bye Bye Blackbird" schlägt Sänger Duncan´s markante Stimme voll durch. Im Anschluss gibt es ein japanisches Volkslied, das gekonnt zu einem Punksong modifiziert wurde. Natürlich mit japanischem Text!
Manche Songs sollte man vielleicht lieber nicht covern. So kann "Let The Music Play" dem Achtziger Original nicht ganz entkommen. Auch wenn der Song an sich gelungen ist, erinnert er doch zu stark an das Jahrzehnt des schlechten Geschmacks mit seinen Disco-Hits.
Als Abschluss liefern Snuff ein Tribut an "The Hansing Tigers J League baseball championship". Was auch immer... ein schöner Mitgröhl-Song für Freunde der sportlichen Unterhaltung.
Alles in Allem ist "Greasy Hair Makes Money" ganz nett, aber nicht zu vergleichen mit beispielsweise Snuff´s 98er Album "Tweet Tweet My Lovely", wo sich echte Perlen des Punkrock aneinanderreihen. Damals war das Repertoire der Band nicht auf Gitarre, Bass und Drums beschränkt, sondern mit Keyboards und Posaune deutlich breiter. Dagegen wirkt die neue Scheibe langweilig.
Sicherlich werden sich Snuff auf der aktuellen Tour der alten Songs besinnen und die Klassiker wie "Nick Motown" oder "Arsehole" zum Besten geben. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen: Snuff live.
9 Punkte (von max. 15)
Tobias Eichhorn, 08.03.2004
TRACKLIST
01.The Sound Of The Underground
02.A Lovers Concerto
03.Song To The Siren
04.You're A Big Girl
05.Bye Bye Blackbird ***
06.O Sakana Tengoku ***
07.Planet Rock
08.Let The Music Play
09.Rokko Oroshi
[ *** Anspieltipps ]
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