Cd-Besprechung
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Bandjubiläen sind immer ein willkommener Anlass, um inne zu halten und auch einmal den Blick zurück zu wagen. Im Fall von Rage gibt es da vor dem Hintergrund der nunmehr drei Jahrzehnte währenden Bandhistorie so einiges zu entdecken, weshalb die Jubiläums-Retrospektive “The Soundchaser Archives” gleich mit zwei prallgefüllten CDs sowie – in der Erstauflage – mit einer zusätzlichen Live-DVD aufwartet.
Dabei setzen Rage in doppelter Hinsicht auf Breite: Zunächst einmal in Bezug auf die durch die Compilation abgedeckte Zeitspanne, die nämlich von den ganz frühen Avenger-Anfängen bis hin zum jüngsten Studioalbum “21”. Doch breit ist auch das Spektrum der hier angebotenen Songs. Dieses umfasst bislang unveröffentlichte Songs, Demotracks von bereits veröffentlichten Studiotracks, Bonustracks, alternativen Versionen, rare und heutzutage kaum aufzutreibende Songs sowie Material von Nebenspielplätzen wie von Victor Smolskis Soloalben oder die Beiträge für das Nuclear Blast-Jubiläumsalbum “Into The Light”.
Klar vor Augen halten muss man sich dabei natürlich auch, dass die Soundqualität dabei von Song zu Song schwankt, was zum Einen dem Alter der Songs, zum anderen aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass es sich hier z.T. um Demoaufnahmen handelt, die zwar weit weg vom grottigen Kellersound sind, nichtsdestotrotz aber dennoch nicht ganz das Niveau einer vollwertigen Studioproduktion erreichen. Ebenfalls klar ist, dass die Band sich während ihrer dreißigjährigen Aktivität auch weiterentwickelt hat (und zudem auch die handelnden Personen wechselten) und Rage / Avenger logischerweise anno 1985 ganz anders klangen als zu “21”-Zeiten, weshalb das Songmaterial nicht unbedingt homogen zu nennen ist.
Dies alles sollte potentiellen Käufern von “The Soundchaser Archives” bewusst sein, das folgerichtig in erster Line ein Album für Fans der Band ist und weniger eines für Gelegenheitshörer der Band bzw. für den Rage-Erstkontakt. Wie immer im Leben handelt es sich bei der Einstufung des Albums eben um eine Frage der Perspektive und demzufolge dürfte “The Soundchaser Archives” insbesondere für gestandene Fans der Ruhrpott-Thrasher aus Herne einige interessante Kleinode enthalten. Die DVD bildet da nur noch das krönende Tüpfelchen.
12 Punkte (von max. 15)
Jürgen , 28.05.2014
TRACKLIST
CD 1:
1. Anybody Home? (***)
2. Mistery Trip
3. In Union
4. Long Hard Road
5. Full Moon (International Version)
6. Nevermore
7. French Bourrée
8. A Perfect Day
9. Enough Is Enough
10. Here Comes The Night (***)
11. Spiritual Awakening
12. Lost in The Void
13. The Missing Link
14. Another Kind Of Madness
15. Down To The Bone (***)
CD 2:
1. Speed Of Sound
2. Darkness Turns To Light (***)
3. Death Is Alive
4. Gental Murders
5. From The Cradle To The Grave
6. Refuge
7. Fugue No. 5
8. Last Goodbye (***)
9. Dirty Wings
10. The Pit And The Pendulum
11. Waterfalls (***)
12. Heads Off
13. Assorted By Satan
14. Shame On You
15. Soundchaser Demo
[ *** Anspieltipps ]
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