Cd-Besprechung

Kashmir - No Balance Palace

Kashmir

No Balance Palace

Columbia/Sony
  Vö: 07.10.2005

Bewertung:  12 Punkte
Leserwertung:  15.0 Punkte
Stimmenzahl: 2

Es ist gerade mal zwei Jahre her, da verzauberte mich das dänische Kollektiv zum ersten Mal so richtig. Sie erzählten von den Lichtern der Stadt, von den "Rocket Brothers" und erzählten von liebgewonnenen Menschen. Das alles mit einer Leichtigkeit, die man sich aber erst hart erarbeiten musste. Ja, ich will gar sagen: Man musste sich "Zitilites" schön hören. Und zwar in den richtigen Momenten. Mit "No Balance Palace" schien es ähnlich zu sein. Zumindest wurde mir das so erzählt. Alles Humbug, sage ich.

So komisch es sich auch anhören mag: Die Jungs sind vertraulicher geworden. Schneller begeisternd. Und vor allem irgendwie poppiger. Verflogen ist ein Teil der Herumprobiererei mit Samplern. Geblieben: Der Hang zur großartigen Texterei. Dazugekommen ein Stück weit mehr Selbstvertrauen und die Fähigkeit, Songs zu schreiben, die man schon nach einem Mal Hören so schnell nicht vergisst. Bewundernswert.

"Kalifornia", der Eingangstrack der Platte, lässt auf jeden Fall noch an alte Zeiten anklingen, erinnert er doch stark an Stücke wie "Rocket Brothers". "Jewel Drop" dann wiederum folgt der altbekannten Linie, und wirkt doch irgendwie neu aber dennoch sehr überzeugend. Weiter gehts mit "The Cynic", einer rockigen Nummer mit ruhigen, verschrobenen Zwischenstücken.
Ein sehr schönes Popstück ist "Ophelia", vom Stil her in etwa vergleichbar mit "Melpomene" vom Vorgängeralbum- mit dem Unterschied, dass dieses Lied langsam und getragen bleibt.

Es ist definitiv eine Weiterentwicklung, die Kashmir da gemacht haben. Mal wunderschön, mal melancholisch, mal kraftvoll. Und immer bleibt dieses Gefühl, sich mit dem Album "zu Hause" zu fühlen. So ist man nach 46 Minuten Laufzeit am Ende angekommen und wundert sich, dass die Zeit so schnell vorüber gegangen ist. Deshalb möchte ich auch schließen mit einem Zitat aus "The Cynic":

"So pull me out of this dream, turn off the television, put on a romantic vinyl and come to bed again."

12 Punkte (von max. 15)

Kathrin Grannemann16.10.2005

TRACKLIST
1.Kalifornia ***
2.Jewel Drop
3.The Cynic
4.Ophelia ***
5.Diana Ross
6.The Curse Of Being A Girl
7.She's Made Of Chalk
8.Ether ***
9.Snowman
10.Black Building
11.No Balance Palace
[ *** Anspieltipps ]

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