Cd-Besprechung
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Lange war es ruhig um den Nine Inch Nails-Frontmann Trent Reznor. Zusammen mit seiner Frau Mariqueen Maandig und den Musikerkollegen Rob Sheridan und Atticus Ross entstand das musikalische Projekt How To Destroy Angels. Und wer Trent Reznor so kennt der weiß, dass egal was er da so inszeniert, es ganz sicher keine massenkompatible, leichte Kost wird, die einen erwarten wird. So auch auf dem Debütwerk „An Omen EP_“, das einen ersten Vorgeschmack auf das im kommenden Jahr erscheinende Album der US-Musiker geben soll. Und wie es der Name bereits verrät handelt es sich um eine EP, die mit 6 Songs aber gar nicht mal so dürftig bestückt ist, zumal die Spielzeit mit rund 33 Minuten gar nicht mal so dürftig ausfällt.
Auch wenn das Quartett seit der Bandgründung wohl eher im Untergrund aktiv war und weniger durch glorreiche Produktionen und auffällige Promoaktivitäten aufgefallen ist, so haben How To Destroy Angels bereits einen ersten Meilenstein in ihrer noch sehr kurzen Bandgeschichte gelegt. Ihr Cover des Bryan Ferry Songs „Is Your Love Strong Enough?“ schaffte es direkt auf den für den Golden Globe nominierten Soundtrack des Films „Verblendung“.
Der Stil von How To Destroy Angels lässt sich wohl am ehesten mit rockiger, psychodelischer Elektromusik beschreiben. So wirklich zuordnen lassen sich die Songs allerdings kaum. Das lässt allerdings genug Spielraum für eigene Interpretationen. Für extrem chillige Momente ist „An Omen EP_“ allerdings weniger empfehlenswert. Die düster-melancholischen Elektrotracks erinnern in ihrem Grundgerüst vielmehr an in ein Alternative-Gewand eingebaute Passagen aus Pink Floyds „Dark Side Of The Moon“. Klingt nicht nur kompliziert, das ist auch so.
Insgesamt ist „An Omen EP_“ ein anständiger Fingerzeig auf das, was uns im kommenden Jahr aus der musikalischen Schmiede des Trent Reznor noch so erwartet. Nine Inch Nail Fans sollten hier aber wohl eher die Finger von lassen – Idol hin oder her. Mit harten Düsterrockklängen hat How To Destroy Angels so rein gar nix am Hut. Stattdessen dürfte sich Trent Reznor eher über Zuwachs aus dem Lager der Elektropioniere und Independentbereich freuen dürfen. Ansonsten ist „An Omen EP_“ eine nette Abwechslung, die die ohnehin schon düsteren Herbst- und Wintertage weiter in ein Deprigewand hüllt.
10 Punkte (von max. 15)
Kitty N., 14.11.2012
TRACKLIST
1. Keep It Together
2. Ice Age***
3. On The Wing***
4. The Sleep Of Reasons Produces Monsters***
5. The Loop Closes
6. Speaking In Tongues
[ *** Anspieltipps ]
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