Cd-Besprechung

Black Tide - Post Mortem

Black Tide

Post Mortem

Spinefarm Records
  Vö: 26.08.2011

Bewertung:  12 Punkte
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Der Black Tide-Erstling „Light From Above“ machte seinerzeit offensichtlich nicht nur mich, sondern auch etliche weitere Musik-Verrückte auf die Band aufmerksam, hielt sich das Album doch alleine in Amerika beachtliche 73 Wochen in den Billboard-Charts. Seitdem spielte die Band Show um Show, bevor es wieder ins Studio ging, um den Nachfolger „Post Mortem“ einzutüten.

Dieser zeigt eine im Vergleich zum Debütalbum deutlich gereifte Band, was sicherlich mehrere Gründe hat. So konnte sich „Neu“-Gitarrist Austin Diaz erstmalig ins Songwriting mit einbringen und auch das Alter der beteiligten Musiker dürfte einen gewissen Anteil an dem höheren Reifegrad von „Post Mortem“ haben – waren die Jungs zu „Light From Above“-Zeiten doch allesamt noch Teenager. Hauptsächlich dürfte die Entwicklung der Band aber den unzähligen Gigs geschuldet sein, die das Quartett mittlerweile auf dem Buckel hat und durch die die Band zu einer echten Einheit zusammengewachsen ist.

Auf das Album bezogen bedeutet der höhere Reifegrad aber auch, dass die Spontanität von „Light From Above“ ein wenig auf der Strecke geblieben ist und das Material nun deutlich komplexer klingt als das des Debütalbums, was letztlich auf Kosten der Zugänglichkeit geht. Daher benötigt es einige Durchläufe, bevor sich die zehn Tracks der Scheibe vollends entfalten können. Dann allerdings präsentiert sich „Post Mortem“ als ein würdiger Nachfolger zu „Light From Above“, das trotz seiner Vielseitigkeit immer noch nach typischem Black Tide-Material klingt. Dabei stehen vor allem die Tracks „Let It Out“, „Walking Dead Man“ und der Opener „Ashes“ auf der Gewinnerweite, wohingegen mich das abschließende „Into The Sky“ nicht ganz überzeugt.

Sieht man mal vom dürftigen Schlagzeug-Sound ab, der mir überhaupt nicht zusagt, so darf man festhalten, dass Black Tide einen großen Entwicklungssprung hingelegt haben und mit „Post Mortem“ ein Album im Gepäck haben, dass wohl nicht nur Fans des Debüts überzeugen dürfte.

12 Punkte (von max. 15)

Jürgen 12.08.2011

TRACKLIST
1. Ashes (***)
2. Bury Me
3. Let It Out (***)
4. Honest Eyes
5. That Fire
6. Fight Til The Bitter End
7. Take It Easy
8. Lost In The Sound
9. Walking Dead Man (***)
10. Into The Sky
[ *** Anspieltipps ]

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