Cd-Besprechung
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Nachdem Beth Hart und Joe Bonamassa bereits 2011 erstmalig zusammen kollaborierten und das gemeinsam eingespielte “Don’t Explain” veröffentlichten, legen die beiden Musiker nun mit “Seesaw” nach.
Man war ja insbesondere von Herrn Bonamassa immer recht interessant ausgefallene Album-Cover gewohnt, aber “Seesaw” ziert nun ein ziemlich uninspiriertes wirkendes, kinderzimmerbuntes Artwork mit einem Foto der Beiden, das ich in einem Geschäft sicherlich keines zweiten Blicks würdigen würde. Man könnte natürlich auch argumentieren, dass die Buesröhre Hart und der Gitarren-Tausendsassa Bonamassa mittlerweile nicht mehr auf optische Kaufanreize setzen müssen und sich stattdessen eher auf den Inhalt des Albums konzentrieren. Ein Argument, das sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist und dem die beiden auch auf “Seesaw” gerecht werden, das einmal mehr komplett mit Coverversionen namhafter Soul- / Blueshits bestückt wurde.
Wobei ich zugeben muss, dass mir nicht alle Originalversionen bekannt sind. Vor dem Hintergrund, dass ich tendenziell eher Hardrock- / Metal-affin bin, ist meine Unkenntnis aber wohl nicht gerade als repräsentativ zu werten im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad der hier vertretenden Songs. Der bekannteste Song des Albums dürfte dabei wohl Tina & Ike Turners Klassiker “Nutbush City Limits” darstellen – auch wenn sich Hart / Bonamassa für den Aretha Franklin-Song “Seesaw” als Titel für das Album entschieden haben. Daneben enthält die Scheibe u.a. Coverversionen von Billie Holiday (“Them There Eyes”), Etta James (“A Sunday Kind Of Love”) sowie “Melody Gardot (“If I Tell You I Love You”).
Es mag sein, dass derartige Klassiker inspirierend für die beiden Musiker waren – jedenfalls liefern sowohl Joe Bonamassa als auch Beth Hart jeweils eine einwandfreie, um nicht zu sagen spektakuläre Leistung ab. Dass Joe Bonamassa sein Instrument ganz gut beherrscht, sollte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. Trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, ihm bei der Arbeit zuzuhören zumal, wenn es so wie hier teilweise wie entfesselt vor der Big Band-Hintergrundbegleitung aufspielt wie z.B. im Solopart von “I Love You More Than You’ll Ever Know”. Trotzdem, auf Seesaw spielt Bonamassa nur die zweite Geige, da er von Beth Hart fast schon in den Hintergrund gedrängt wird. Die Sängerin dreht nämlich voll auf und präsentiert ein sehr breit gefächertes Spektrum, bei dem sie mal fröhlich-ausgelassen und verspielt (“Them There Eyes”) mal einfühlsam und gefühlvoll (z.B. “Close To My Fire”, “Strange Fruit”) und mal rockiger (z.B. “Nutbush City Limits”, “Can’t Let Go”) zu Werke geht. Vor diesem Hintergrund ist er keinesfalls übertrieben, “Seesaw” als ganz großes Kino (wenn auch nicht im visuellen Sinne) zu bezeichnen und dem Album höchste Punkte-Ehrungen angedeihen zu lassen.
15 Punkte (von max. 15)
Jürgen , 13.05.2013
TRACKLIST
1. Them There Eyes (***)
2. Close To My Fire
3. Nutbush City Limits
4. I Love You More Than You’ll Ever Know (***)
5. Can’t Let Go
6. Miss Lady
7. If I Tell You I Love You (***)
8. Rhymes
9. A Sunday Kind Of Love
10. Seesaw
11. Strange Fruit
[ *** Anspieltipps ]
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