Cd-Besprechung
Leserwertung: 15.0 Punkte
Stimmenzahl: 1
Das ist ja so eine Sache mit diesen Product Placement in Fernsehserien und Reality Soaps. RTL züchtet mit DSDS seine Pseudostars selbst, um auch den letzten Cent aus den talentfreien Opfern rauszusaugen. Ähnlich macht es auch Pro Sieben bei Sarah and Marc „Crazy in Love“.
Hier werden im Gegensatz dazu, nur die ganze Familie Connor und ihr Anhang gepusht. Soraya, ihres Zeichens überschminkte „Menopausenmutter“ mit weit über einem halben Jahrhundert auf dem Buckel, designed zum Beispiel Babyklamotten.
Die kleine Schwester von Delmenhorsts berühmtestem Gesichtserker mit Habichtvisage, deren Name ich vergessen habe, wird trotz akuter Untalentiertheit zur Sarah Connor 2.0 gepusht und der auswanderungswillige und kleingewachsene aber dennoch sympathische Pantoffelheld, Marc Terenzi, will mit Hilfe von Pro Sieben und dem Europapark Rust die sogenannten „Terenzi Horror Nights“ etablieren. Halloween für ganz Arme sozusagen. Und für dieses, im anderen Sinne gruslige Projekt, liegt der original Soundtrack „Terenzi Horror Nights 2“ vor.
Man muss noch nicht mal aufgrund der Vorgeschichte ein schlechtes Gewissen haben, um die Cd in der Luft zu zerreißen.
Terenzi Horror Nights 2 hört sich an wie die schlechte Titelmusik zu einem mittelmäßigen Computerspiel à la Dungeons and Dragons. Terenzi und Benny Richter (Mitglied von Butterfly Coma und Produzent von u.a. Caliban und Emil Bulls) produzieren mit ihren Synthesizern den künstlichsten Billigsoundtrack und einen unsäglich kitschigen und klischeehaften Einheitsbrei, der ihrer Vorstellung von Horror entspricht.
Dementsprechend unhorrorhaft ist die Atmosphäre. Das Einzige, was wirklich zum Gruseln ist, ist das qualitative Niveau und die grausame Wahrheit, dass es tatsächlich eine Plattenfirma gibt, die so einen, Entschuldigung, Schund veröffentlicht.
Das lässt sich wiederum eigentlich nur mit „Vitamin B“ erklären. Eine andere Erklärung kann man partout kaum gelten lassen. Denn „Terenzi Horror Nights 2“ ist alles andere, nur nicht gut. Aber anscheinend gibt es ja einen Markt für so eine Art von Musik und Etikettenschwindel ist es auch nicht, denn die Cd ist wirklich der Horror. Benny Richter sollte lieber weiterhin Bands produzieren, auch wenn das vielleicht nicht ganz so lukrativ ist, wie mit Terenzi beim Dome „57“ aufzutreten. Traurig.
2 Punkte (von max. 15)
Michael Konen, 07.10.2008
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