Konzertbericht

The Stereo

The Stereo

Köln - Underground
06.07.2002

Das Underground füllt sich allmählich. Bierflasche oder Freundin in der Hand, einstimmen durch Gespräche über den vergangenen Tag, erzählen vom CSD in der Innenstadt, Heimatstimmung produzieren, eben ein ganz typisches Club-Konzert, ein Heimatabend, im recht gut gefüllten Underground.

Zu Beginn spielen Everest aus Darmstadt. Schnell muss jedem klar werden warum die Hessen als Support- Band an diesem Abend fungieren. Punk, Emocore und ein bischen 70s Flair durch die wunderbaren Sounds des Everest-Keyboards. Der Klang ist wie immer recht gut im Underground. Klare Höhen, tiefe Bässe, das einzige Problem: die Stimme des Sängers. Der ist nämlich heiser und kann somit leider nicht sein Können unter Beweis stellen. Das klingt auf Album einfach besser. Nicht so dünn, nicht so gewöhnlich. Everest überzeugen aber vor allem durch ihr gutes Zusammenspiel und einen hochmotivierten Drummer, so daß fehlende Stimme gut kompensiert wird. Gutes Einnicken auf den Hauptact.

Dann betreten The Stereo die kleine aber feine Bühne. Und das Nicken kann beginnen. Clubkonzert eben. Aber man hat auch allen Grund mitzugehen. Die Songs sind allesamt wunderbar gespielt und gesungen an diesem Abend. Höhepunkte sind an diesem Abend die Songs vom neuen Album Rewind+Record, drei an der Zahl, bei denen ganz verrückte sogar versuchen zu stagediven mit dem Resultat, dass sie an den Scheinwerfern, die knapp über den Köpfen schweben hängen bleiben. Sänger Jamie ist noch dazu gut aufgelegt und bringt seinen Humor gekonnt ein. "Please buy our record otherwise we have to swim back to the USA" wirbt er für die Merchandising Produkte. Man merkt der Band nicht an, dass sie noch gar nicht so ewig in dieser Besetzung agiert. Vielleicht liegt es an der One-man-show von Jamie Woolford der definitiv diese Band ist.

Perfekter Abend zweier sympathischer Bands, die sich auch am Rande gut verstehen. Wer genau hinschaute sah die beiden Bands im Anschluss zusammen im Biergarten sitzen...Thanks

Benjamin Großmann09.07.2002

TRACKLIST

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