Cd-Besprechung
Leserwertung: 7.8 Punkte
Stimmenzahl: 14
Weto… Dürfte den meisten anfangs nicht viel sagen. Aber sobald die ersten Töne erklingen, und die Stimme des Sängers einsetzt, werden die meisten aufhorchen und sich denken: „Die Stimme kenne ich doch!“ Richtig gedacht. Weto – Sänger ist Thomas Lindner (Schandmaul), und auch der Rest der Band wird bekannt sein, denn drei weitere Herren von Schandmaul sind mit dabei: Martin Duckstein (Gitarre), Stefan Brunner (Drums) und Matthias Richter (Bass) unterstützt von Heiner Jaspers (Keyboard), der sonst bei Regicide Zuhause ist. Ach so, und nicht Weto ist das Nebenprojekt besagter Herren, sondern Schandmaul entstand vor ein paar Jahren als Nebenprojekt. Jetzt besinnt sich das Quintett auf seine ursprüngliche Band zurück, und wird die Leute mit „Das Zweite Ich“ begeistern.
An diesem Punkt dürfte bereits klar sein, dass man hier ein Sahnestückchen in der Hand hält. Also rein damit in den CD – Player und ab geht es. Wer jetzt allerdings die fröhlichen Melodien ala Schandmaul erwartet, wird eines besseren belehrt. Klar lässt sich eine gewisse Schandmaul – Assoziation nicht verleugnen, und das eine oder andere Element dürfte einem bekannt vorkommen, doch stehen Weto für hier musikalisch auf der Schattenseite, während Schandmaul die Sonnenseite präsentiert.
Es erwarten den Hörer elf wunderbare, tiefgehende Songs, von dem jeder einzelne in die Abgründe der menschlichen Seele oder Gesellschaft blickt. Die Lieder behandeln schockierende Dinge, von denen man auf den ersten Blick niemals vermuten würde, dass man sie musikalisch so umsetzen kann, dass bei der Thematik solch wunderschöne Melodien herauskommen können.
Ich war vom ersten Ton an, bis zum Ende mehr als begeistert von diesem Album. Wenn man sich nicht auf die Texte konzentriert, erwarten einen eingängige Melodien mit krachenden rockigen Elementen. Konzentriert man sich dann auf den textlichen Inhalt, bekommt man eine gehörige Portion zum Nachdenken vorgesetzt. Da werden dann Themen wie Mord („Das Zweite Ich“), Ritzen („Phantasie“) und Seitensprung („Das Tier“) behandelt. Jedes mal verpackt in eine eindringliche musikalische Komposition. Beim Thema Koma („Koma“) wird das Ganze noch mit den Geräuschen der Krankenhausgeräte untermalt. Und spätestens bei dem Bonustrack „In unserer Mitte“ denkt man sich: “Ja, genau das sind die Gedanken, die man hat, wenn man einen geliebten Menschen zu früh und unerwartet verliert.“
Fazit: Kaufen, kaufen, kaufen! Mehr will ich nicht dazu sagen. Es ist ein Album, das man nicht so schnell vergessen wird.
14 Punkte (von max. 15)
Alexandra Holler, 25.11.2006
TRACKLIST
01 Tief
02 Phantasie
03 Wieder Allein
04 Das Zweite Ich
05 Koma***
06 Flucht
07 Ein Lächeln Lang***
08 Irrlicht
09 DasTier
10 Wolfsherz
Bonustrack In Unserer Mitte***
[ *** Anspieltipps ]
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