Cd-Besprechung

Venom - Hell

Venom

Hell

Sanctuary
  Vö: 13.06.2008

Bewertung:  8 Punkte
Leserwertung:  13.0 Punkte
Stimmenzahl: 1

Trotzdem häufig behauptet wird, dass Venom technisch unausgereifte Musiker seien, zollen viele Musikerkollegen dem musikalischen Schaffen der Engländer auf diversen Tribute-Alben Respekt. Ihr Einfluss auf viele Heavy-Metal-Bands der 80er Jahre, sowie der große Beitrag zur Entstehung der Richtungen Speed Metal, Thrash Metal, Death Metal und Black Metal, ist unbestritten. Ihr Kultstatus in der Szene blieb ihnen bis heute erhalten.
Erstmals vor deutschem Publikum präsentierten sich Venom 1984 mit Metallica als Vorgruppe. Legendäre Konzerte im Hammersmith Odeon in London folgten, die den Legendenstatus der Band zementierten.
Ihr erstes Album erweckte Medienaufmerksamkeit durch die antichristlichen Liedtexte, aber auch die technisch relativ simple Musik war für 1981 wegweisend. Ihr zweites Album „Black Metal“ war der Namensgeber für die gleichnamige Musikrichtung. Ironischerweise gaben die Bandgründer einige Jahre später zu, dass sie vom philosophischen Satanismus im Grunde keine Ahnung hätten, was den selbstironischen Ansatz unterstreicht.

Als komplexerer, technisch ausgreifterer Metal gefragt war, schienen Venom den Anschluss zu verlieren. Kurz darauf stieg Mantas (Gitarre) bei Venom aus. Mantas' Platz wurde von den beiden Gitarristen Jim Clare und Mike Hickey übernommen.

Nach einer weiteren Umbesetzung, nahmen Venom das Album „Calm Before the Storm“ aus, das technisch besser klang, vielen Fanansprüchen aber nicht gerecht wurde. Das folgende Album „Prime Evil“ führte zum früheren, roheren Stil zurück, konnte jedoch nicht mehr an den Erfolg alter Tage heran reichen. Die Band brach auseinander. 1989 ließ Mantas die Band mit neuen Gitarristen und Original-Drummer wieder auferstehen. Es entstanden drei Alben, die jedoch in der Presse nicht besonders hervorgehoben wurden. Dann wurde es still um die Band, bis sich Cronos entschloss, wieder einzusteigen. Dieser Wiedervereinigung in Originalbesetzung im Jahre 1996 folgten eine Live-CD und eine ausgedehnte Tournee durch Amerika. 2006 erschien “Metal Black”, worauf nur noch Cronos als letzter Verbliebener der legendären Originalbesetzung zu hören ist. Mit dieser Besetzung gingen Venom im Sommer 2006 auf Festivatour durch die USA und England und spielten in Schweden und Deutschland. Im Januar 2007 kam es erneut zu einem Besetzungswechsel. Der Gitarrist Mike wurde durch La Rage ersetzt.

Mit “Hell” können Conrad „Cronos“ Lant (Gesang, Bass), La Rage (Gitarre) und Anton „Antton“ Lant (Schlagzeug) nun beweisen, dass sie sich musikalisch in der Tat weiterentwickelt haben. Venom klingen dynamisch wie nie. Songs wie 'Straight to Hell' oder 'Kill the Music' gehen ins Ohr und bieten mitreißende Gitarrenparts. Mit 'Hand of God', 'Evil Perfection' oder 'Blood Sky' werden die Nackenmuskeln kräftig beansprucht und beispielsweise 'The Power and the Glory' bringt Cronos Stimme großartig raus

Insgesamt ausgereifter denn je, mit Ecken und Kanten. Pflichtkauf für Fans.

8 Punkte (von max. 15)

Conny König12.06.2008

TRACKLIST
1. Straight To Hell***
2. The Power And The Glory***
3. Hand Of God
4. Fall From Grace
5. Hell
6. Evil Perfection
7. Stab U In The Back
8. Armageddon
9. Kill The Music***
10. Evilution Devilution
11. Blood Sky
12. USA For Satan
13. Dirge / The Awakening
[ *** Anspieltipps ]

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