Cd-Besprechung
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Das selbstbetitelte Vanderbuyst-Debütalbum steht zwar seit seiner Veröffentlichung vor rund einem Jahr auf meinem Einkaufszettel, fiel aber irgendwie immer zu Gunsten vermeintlich wichtigerer Alben hintenüber. Nun muss also der Zweitling „In Dutch“ die Aufgabe übernehmen, mich von den Qualitäten der Holländer zu überzeugen.
Dieser Aufgabe wird die Scheibe mehr als gerecht, denn „In Dutch“ ist schlicht und ergreifend ein gutklassiges Classic-Rock-Album, das irgendwie so gar nicht ins Portfolio von Ván Records zu passen scheint, das mir bislang eher als Heimat von Doom- und Schwarzheimer-Bands wie Griftegard, Necros Christos und natürlich The Devil’s Blood (die zwar ebenfalls als Classic Rock-Band durchgehen, aber ja doch sehr stark dem Okkulten zugeneigt sind) ein Begriff waren. Vanderbuyst hingegen scheinen hiermit nichts am Hut zu haben, sondern verzichten offensichtlich gänzlich auf religiöse Botschaften und rekrutieren ihre Fans stattdessen ganz klassisch im Lager von Bands wie Van Halen, U.F.O. und Thin Lizzy.
Inhaltlich gibt es hier insbesondere für Retro-Fans nichts zu bemängeln, die Scheibe überzeugt mit einem Händchen für gutes Songwriting und acht feinen, stimmigen Nummern, von denen jede für sich ein Treffer ist. Als dreist empfinde ich allerdings, dass „In Dutch“ bereits nach rund 36 Minuten die Ziellinie überquert. Wenn man schon bereits ein Jahr nach der Veröffentlichung des Vorgängeralbums den Nachfolger auf den Markt wirft, dann sollte dieser auch wirklich Longplayer-Format haben und nicht mangels Material nach etwas mehr als einer halben Stunde vorzeitig enden. Hier wäre es wohl wirklich besser gewesen, wenn „In Dutch“ einige Monate später veröffentlicht worden wäre, dafür aber mit mehr Songmaterial an Bord.
Von diesem kleinen Schönheitsfehler ist „In Dutch“ insbesondere für Fans der o.a. Bands eine echte Alternative.
12 Punkte (von max. 15)
Jürgen , 20.10.2011
TRACKLIST
1. Black And Blue (***)
2. Into The Fire
3. Anarchistic Storm (***)
4. String Of Beads
5. Leaving The Living
6. Reap The Fields
7. KGB (***)
8. Where's That Devil
[ *** Anspieltipps ]
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