Cd-Besprechung
Leserwertung: 15.0 Punkte
Stimmenzahl: 1
Knapp drei Jahre hat sich die britische Rocklegende UFO Zeit gelassen, um dem letzten Album „The Monkey Puzzle“ einen Nachfolger hinterherzuschieben. In Sachen Besetzung hat man dieses Mal Konstanz bewiesen und auf das Line-Up des Vorgängers zurückgegriffen, das aus den drei Gründungsmitgliedern Phil Mogg (v.), Paul Raymond (g., keys) sowie Andy Parke (dr.) besteht, die durch Vinnie Moore (g.) ergänzt werden. Lediglich Bassist Pete Way stand auf Grund einer Lebererkrankung zum ersten Mal seit dem 1985er „Misdemeanor“ für die Studioaufnahmen nicht zur Verfügung.
In Anbetracht der jahrzehntelangen Bandgeschichte muss man über die musikalischen Fähigkeiten der Band wohl nicht all zu viele Worte verlieren, auch wenn diese nicht immer in gute Alben mündeten. Auf „The Visitor“ haben die Jungs jedoch ihre Hausaufgaben gemacht und ein stimmiges, solides Album eingetütet. Vielleicht ist es den anderen Bandmitgliedern gegenüber ein wenig unfair, aber letzten Endes schauen natürlich alle Augen auf Saitenhexer Vinnie Moore, dessen Leistung auf dem Album allerdings sehr souverän wirkt. Seine Kollegen stehen ihm da allerdings in nichts nach, auch wenn vor allem Phil Moggs Stimme nicht mehr vergangene Höchstleistungen zu Stande bringt. Macht aber nichts, denn gemessen an seinem Alter ist er immer noch sehr gut in Form.
Sage und schreibe 35 Tracks soll die Band zusammengetragen haben, von denen es dann allerdings nur zehn auf das Album (sowie „Dancing WIth St. Peter“ als Bonustrack des limitierten Digipacks) geschafft haben. Dabei hat die Band ihr besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die Tracks live reproduzierbar sind. Auffälig an „The Visitor“ ist, dass das Album relativ blueslastig ausgefallen ist. Dabei sind es sind es gerade diese Nummern wie z.B. der Opener „Saving Me“ oder „Rock Ready“, die für mich zu den stärkeren zählen. Im Umkehrschluss heißt dass dann aber auch, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und dass die Platte auch ein paar verzichtbare Nummern enthält. Das belanglose Forsaken“ ist z.B. so ein Kandidat.
Unterm Strich ist „The Visitor“ aber – wie bereits oben erwähnt – ein solides Album geworden, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für einen Platz unter den ganz großen Alben der an Highlights der ja nicht gerade armen Bandhistorie hat es zwar nicht gereicht, aber eine Treppenstufe tiefer ist in Anbetracht der übermächtigen Klassiker ja auch nicht schlecht.
11 Punkte (von max. 15)
Jürgen , 19.05.2009
TRACKLIST
1. Saving Me (***)
2. On The Waterfront
3. Hell Driver
4. Stop Breaking Down
5. Rock Ready (***)
6. Living Proof
7. Can´t Buy A Thrill (***)
8. Forsaken
9. Villains & Thieves
10. Stranger In Town
11. Dancing With St. Peter (Bonustrack Digipack)
[ *** Anspieltipps ]
LINKS
Weitere Cd-Besprechungen und Stories
Leserkommentare
Zu dieser Cd-Besprechung wurde noch kein Kommentar geschrieben.
- Um einen Kommentar zu schreiben, musst du dich einloggen.
BIZARRE RADIO PRÄSENTIERT
Neue Beiträge im FORUM
- Der letzte und der erste Song des Jahres... 27.03.25, 21:23 // oliiiwaa889
- Pelicans Dyson Daniels Wounded 01.03.25, 22:32 // TamaraNWofford
- DieStimme - Die Maske fällt Maxi 05.02.25, 14:25 // vagofe
- Suche ähnliche Stimme wie.... 29.01.25, 17:28 // antiguans2
- eigene Handschrift deuten 29.01.25, 17:12 // antiguans2
- eure namen auf japanisch 29.01.25, 17:09 // antiguans2
- Geld 29.01.25, 17:07 // antiguans2
- Saufen für Profis 29.01.25, 17:04 // antiguans2
- What Manufacturer 29.01.25, 17:02 // antiguans2
- Proteste in Burma 14.12.24, 16:29 // duffytraciezs