Cd-Besprechung

Treblinka - Shrine Of The Pentagram

Treblinka

Shrine Of The Pentagram

Century Media
  Vö: 04.10.2013

Bewertung:  6 Punkte
Leserwertung:  0.0 Punkte
Stimmenzahl: 0

Die älteren Semester dürften mit dem Namen Treblinka vermutlich noch vertraut sein, handelt es sich hierbei doch um die Band, die später in Tiamat umbenannt wurde. Diese Umfirmierung war für den weitreren Karriereweg der Band vermutlich eine ziemlich gute Entscheidung, da der Name Treblinka auf Grund des von den Nazis errichteten, gleichnamigen Vernichtungslagers den Jungs wohl nur eine Karriere in rechten Gesinnungskreisen garantiert hätte.

Die Band produzierte zwischen 1987 und 1989 zwei Demo-Tapes sowie eine 7"-Single, deren Material nun den Kern der "Shrine Of The Pentagram"-Compilation bilden. Die Band, die heute eher dem Dark- / Gothic-Metal zugeordnet werden muss, war in ihrer Anfangszeit aber noch als reiner Death Metal-Act unterwegs, weshalb sich "Shrine Of The Pentagram" wohl weniger an die Fans der aktuellen Tiamat-Werke richtet, sondern eher an Liebhaber der frühen Alben wie "Sumerian Cry" oder "The Astral Sleep". In aller Deutlichkeit ist hierbei jedoch darauf hinzuweisen, dass es sich um Demoaufnahmen handelt. Das bedeutet einerseits, dass die Aufnahmequalität relativ bescheiden ist; Gleiches gilt andererseits auch für das Songwriting, das noch meilenweit von späteren (Frühphasen-) Hits wie "The Sleeping Beauty", "A Winter Shadow" oder "Ancient Entity" entfernt ist. Ein Grund hierfür dürfte im Übrigen auch darin zufinden sein, dass Tiamat / Treblinka früher noch keinen Keyboarder in ihren Reihen hatten, obwohl gerade das Keyboard auf den frühen Tiamat-Alben extrem wichtig für die Atmosphäre der Songs war.

Neben den Demoaufnahmen sowie einiger Rehearsal-Versionen bietet "Shrine auf The Pentagram" auf weiteren zwei CDs diverse Live-Aufnahmen sowie einige instrumentale Studio-Outtakes. Die bereits zuvor geäußerte Warnung hinsichtlich der Soundqualität gilt jedoch auch hier; Käufern sollte klar sein, dass die Aufnahmen mit den damals für kleine Bands verfügbaren Mitteln entstand.

Century Media hat ja in der jüngeren Vergangenheit Demomaterial diverser Szene-Veteranen (u.a. Grave, Sentenced, Necropsy) wiederveröffentlicht. In diese Veröffentlichungstradition passt "Shrine Of The Pentagram" hervorragend hinein. Gleichwohl stellt die Zusammenstellung auf Grund des mittlerweile weiterentwickelten Stils der Band sowie wegen der relativ schlechten Soundqualität keinen Pflichtkauf für den durchschnittlichen Tiamat-Fan dar, sondern dürfte maximal unter den sammelwütigen Fans der Frühphase der Band Absatz finden.

6 Punkte (von max. 15)

Jürgen 21.10.2013

TRACKLIST
CD 1:
1. Crawling In Vomits (Crawling In Vomits, demo 1988)
2. Earwigs In Your Veins (Crawling In Vomits, demo 1988)
3. Hail To Cruelty (Crawling In Vomits, demo 1988)
4. Cadaverous Odour (Crawling In Vomits, demo 1988)
5. Nocturnal Funeral (The Sign Of The Pentagram, demo 1989)
6. Evilized (The Sign Of The Pentagram, demo 1989)
7. Necrophagous Shadows (The Sign Of The Pentagram, demo 1989)
8. Mould In Hell (The Sign Of The Pentagram, demo 1989)
9. Severe Abominations (Severe Abominations, 7inch 1989)
10. Earwigs In Your Veins (Severe Abominations, 7inch 1989)
11. Hail To Cruelty (Rehearsal 1989)
12. Earwigs In Your Veins (Rehearsal 1989)
13. Mould In Hell (Rehearsal 1989)
14. Evilized (Rehearsal 1989)
15. Hail To Cruelty (Rehearsal 2008)

CD 2:
1. Crawling In Vomits (Live at Roy, November 20th 1988)
2. Earwigs In Your Veins (Live at Roy, November 20th 1988)
3. Hail To Cruelty (Live at Roy, November 20th 1988)
4. Cadaverous Odour (Live at Roy, November 20th 1988)
5. Intro (Live at Vita Huset, February 25th 1989)
6. Necrophagous Shadows (Live at Vita Huset, February 25th 1989)
7. Crawling In Vomits (Live at Vita Huset, February 25th 1989)
8. Mould In Hell (Live at Vita Huset, February 25th 1989)
9. Hail To Cruelty (Live at Vita Huset, February 25th 1989)
10. Earwigs In Your Veins (Live at Vita Huset, February 25th 1989)
11. Evilized (Live at Vita Huset, February 25th 1989)
12. Cadaverous Odour (Live at Vita Huset, February 25th 1989)

CD 3:
1. Nocturnal Funeral (Live somewhere in Stockholm, April 7th 1989)
2. Crawling In Vomits (Live somewhere in Stockholm, April 7th 1989)
3. Cadaverous Odour (Live somewhere in Stockholm, April 7th 1989)
4. Necrophagous Shadows (Live somewhere in Stockholm, April 7th 1989)
5. Evilized (Live somewhere in Stockholm, April 7th 1989)
6. Hail To Cruelty (Live somewhere in Stockholm, April 7th 1989)
7. Earwigs In Your Veins (Live somewhere in Stockholm, April 7th 1989)
8. Apotheosis Of Morbidity (instrumental studio outtake)
9. Necrophagous Shadows (instrumental studio outtake)
10. The Malicious Paradise (instrumental studio outtake)
11. In The Shrines Of The Kingly Dead (instrumental studio outtake)
12. Altar Flame (instrumental studio outtake)
13. Evilized (instrumental studio outtake)
14. Nocturnal Funeral (instrumental studio outtake)
15. Where The Serpents Ever Dwell (instrumental studio outtake)
[ *** Anspieltipps ]

Leserkommentare

Zu dieser Cd-Besprechung wurde noch kein Kommentar geschrieben.

  • Um einen Kommentar zu schreiben, musst du dich einloggen.

BIZARRE RADIO PRÄSENTIERT

Neue Beiträge im FORUM