Cd-Besprechung

The Treatment - Running With The Dogs

The Treatment

Running With The Dogs

Spinefarm Records
  Vö: 21.02.2014

Bewertung:  11 Punkte
Leserwertung:  0.0 Punkte
Stimmenzahl: 0

Ähnlich wie Sturm und Drang oder Minor Damage gehören auch die aus Cambrige stammenden The Treatment zum Kreis jener Musiker, die ihr Debütalbum noch als Minderjährige veröffentlicht haben. Für viele gestandene Metal-Fans werden diese Bands deshalb auch gerne abwertend als Kindermetal abgetan, obwohl es manchmal ausreichen würde, einfach mal einen Tonträger dieser Bands einzulegen um festzustellen, dass auch junge Musiker durchaus eine musikalische Relevanz haben können.

Für The Treatment, die sich gerade anschicken, mit “Running With The Dogs” ihren zweiten Longplayer unters Volk zu bringen, stellt sich die Frage der musikalischen Relevanz vermutlich nicht mehr. Denn wer es schafft, u.a. für Alice Cooper, Slash, Motörhead oder Black Stone Cherry Konzerte zu eröffnen und daneben auch noch etliche Festivalauftritte zu absolvieren, der dürfte Fragen nach seiner Daseinsberechtigung vermutlich ganz locker weglächeln.

Stilistisch darf man die Jungs im Hardrock verorten – wenngleich mit einer gewissen Rock’n’Rolligen bzw. punkigen Ausrichtung. Offenbar hat der Fünfer in seiner heimischen Plattensammlung auch etliche AC/DC-Scheiben stehen, da die Australien doch unverkennbar immer unter dem Treatment-Sound hervorblitzen. Richtig gut gefällt mir “Running With The Dogs” vor allem dann, wenn es ein wenig hochoktaniger zur Sache geht – Songs wie der Opener “I Bleed Rock + Roll” oder der Titeltrack “Running With The Dogs” sprechen da eine eindeutige Sprache. Sobald die Band aber das Tempo ein wenig drosselt, lässt auch das Niveau gleich ein wenig nach. Vor allem die Akustik-Ballade “Unchain My World” darf man hier getrost als Negativbeispiel anführen. Vielleicht steht den Jungs bei diesem Song tatsächlich ihr Alter ein wenig im Weg, da die eher ruhige Seite noch nicht so ganz überzeugt, wohingegen dies flotteren Songs vom jugendlichen Ungestüm eindeutig profitieren.

Auch wenn “Running With The Dogs” somit nicht vollumfänglich überzeugt, finden Hardrock-Fans hier durchaus noch genügend interessantes Material, um der Band bzw. dem Album eine Chance zu geben.

11 Punkte (von max. 15)

Jürgen 22.02.2014

TRACKLIST
1. I Bleed Rock + Roll (***)
2. Drop Like A Stone
3. Get The Party On
4. Running With The Dogs (***)
5. Intro / Outlaw
6. Emergency
7. She's Too Much
8. Cloud Across The Sun
9. Don't Look Down (***)
10. World On Fire
11. What Is There To Say?
12. Unchain My World
13. Don't Get Mad Get Evil
[ *** Anspieltipps ]

Leserkommentare

Zu dieser Cd-Besprechung wurde noch kein Kommentar geschrieben.

  • Um einen Kommentar zu schreiben, musst du dich einloggen.

BIZARRE RADIO PRÄSENTIERT

Neue Beiträge im FORUM