Cd-Besprechung

The Rifles - No Love Lost

The Rifles

No Love Lost

Red Ink
  Vö: 14.07.2006

Bewertung:  11 Punkte
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Metro Club, George Street, Central London, September 2005: Als letzte von vier Bands headlined eine junge Band namens The Rifles dienstags einen Abend, wie ihn der fast-legendäre Metro-Club regelmäßig erlebt. Diese Jungs haben zwar noch nicht viel präsentierbares aufgenommen, sollten ein halbes Jahr später in London aber schon als min. drölfte Retter der britischen Popmusik gelten. Namen anderer Bands, denen das gleiche vorausgesagt wurde, bitte hier einfügen: ______________. Aus dem Hype machte man nicht mehr und nicht weniger als "She Got Standards", schöner Antagonismus…

Verhältnismäßig unspektakulär ging ihre Show dafür damals über die Bühne. Die Songs gefielen, aber nur wenige davon zündeten auf Anhieb. Auf ganzer Linie knackig war höchstens die Zugabe, bei der The Rifles als Alter Ego-Band noch mal zulegten; bemerkenswert eine Handvoll überenthusiastische Fans, die wild vor einem kleinen Camcorder rumhüpften. "Local Boy"s eben. Erst nach der Veröffentlichung jener dritten Single wurde "No Love Lost" in Gänze aufgenommen – und der "Local Boy", der auch schon mal was von The Cure gehört hat, wird zeitgleich zum Debüt-Release gleich nochmal freigelassen. The Rifles haben ganz schön schnell ganz schön zugelegt: An musikalischer (Hit-)Dichte, an Drive und an Catchyness: "Repeated Offender" glänzt mit Handclaps, Tamburine und so 00er-typischen britischen Gitarren. "When I´m Alone" verzauberte schon so einige zufällige Radio-Hörer, "Peace & Quiet" wünschen sich The Rifles im Moment nicht wirklich. Schon immer wurden gerne The Smiths zitiert, Sänger Joel Stoker hing mindestens im Geiste aber auch gerne ein paar Abende mit Evan Dando und seinen Lemonheads an der Theke. Nun flattern also dem, der in der immer noch rollenden Retro-Wave gute Musik noch raushören kann und will, passend zum Wetter strahlende, milde blasende Popmelodien um die Ohren, die irgendwann mal was mit Punk zu tun gehabt haben könnten, so fast nur von der Insel rüberwehen können, sich wegen ihrer eigenen Natur an all den anderen Bands werden messen lassen müssen und in dem Zuge nur höchst unwahrscheinlich die Halbwertszeit eines "A Certain Trigger"-Debüts von Maximo Park überleben werden, auf dem Dancefloor oder der Wiese aber, wenn auch nur saisonbedingt, kurweilig und nicht zu aufdringlich erfrischen können. Und mehr will man ja manchmal auch gar nicht.

11 Punkte (von max. 15)

Fabian Soethof19.07.2006

TRACKLIST
01. She's Got Standards***
02. Local Boy***
03. One Night Stand***
04. Hometown Blues
05. Peace & Quiet***
06. Spend A Lifetime
07. Robin Hood
08. She's The Only One
09. Repeated Offender***
10. When I'm Alone
11. Narrow Minded Social Club
[ *** Anspieltipps ]

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