Cd-Besprechung
Leserwertung: 12.7 Punkte
Stimmenzahl: 3
The Explosion stehen vor der Tür, und sie klopfen bis auch der Letzte aufmacht. Diese Dreistigkeit sprach sich auch bis zu Virgin rum, die daraufhin bei den fünf Energiebündeln auf der Matte standen. Zusammen einigte man sich auf „Black Tape“ als Majordebüt, mit dem The Explosion kein allzu großes Problem haben sollte, mehr Kids da draußen zu erreichen als noch mit dem Vorgänger „Flash, Flash, Flash“.
Und ihrem Namen werden die Amerikaner dabei mehr als gerecht! „Black Tape“ schmeißt wie wild mit allem um sich, was den eingängigen Punksong so ausmacht: Melodien, Hooklines, Geschwindigkeit und eine herrlich simple Straightness. Schon der knackige Opener „Deliver Us“ zeigt, wer die Zündung in der Hand hält. Nicht nur „We All Fall Down“ legt nahe, dass die ähnlich starken Maxeen Artverwandte zu sein scheinen, nur hier schneller und mit einer Gitarre mehr. Aber auch wenn The Explosion die Ohrwürmer mit Löffeln gefressen haben, besitzen sie doch weit mehr Gesicht als der Einheitsbrei all jener Poppunk-Bands, die eben nicht viel mehr zu bieten haben als skaten und Parties feiern. Da so was aber ankommt, schlägt ihr erstes Video zu „Here I Am“ in eine ähnliche Kerbe. Schwamm drüber. Denn sowohl dafür, als auch für The Explosion’s Support-Slot der aktuellen Good Charlotte-Tour zeichnet wohl der neue Brötchengeber verantwortlich. Und von ganz ungefähr ist das dann ja auch nicht, schlägt „Black Tape“ doch im Hand umdrehen die Brücke zwischen Pop-Acts wie eben jener Tour-Headliner und politisierteren Hardcore-Bands wie Rise Against oder Strike Anywhere. Ach ja, Melody-Core nennt man das ja. Jedenfalls kann man das schon schlechter machen, wenn gleich sich auch hier und da einige Längen einschleichen. Aber das macht ja das gesamte Genre aus, man darf halt keine Innovation erwarten. Aber wie wissen The Explosion in „Mother’s Cry“ selbst? “It’s alright, cause good friends never die.“ Der gute alte Freund Punkrock wie aus dem Urlaub zurück: kein anderer Mensch, aber deutlich frischer, wilder, voller Ideen, gesunder Farbe, erholt und aufgetankt. Und weil er da so strahlend steht an der Türe, kann man bei der Gelegenheit auch gleich mal wieder mit Hits wie „Atrocity“ oder „Hollywood Sign“ durch die Gegend ziehen und Bier trinken.
Kurzweilig, aber mit mindestens beachtlicher Wirkung. Wie eine Explosion eben.
THE EXPLOSION live (Good Charlotte - Support):
07.03 Köln E-Werk
08.03 Berlin Huxleys
13.03 Hamburg Grosse Freiheit
10 Punkte (von max. 15)
Fabian Soethof, 07.03.2005
TRACKLIST
01.Deliver Us***
02.Filthy Insane
03.Here I Am***
04.I Know
05.We All Fall Down
06.Mothers Cry
07.Atrocity***
08.Go Blank
09.No Revolution***
10.Heavyweight
11.Grace
12.Hollywood Sign
[ *** Anspieltipps ]
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