Cd-Besprechung
Leserwertung: 15.0 Punkte
Stimmenzahl: 1
Das Einrichten eines eigenen Studios in der schwedischen Heimat, diverse musikalische Angagements in Nebenprojekten wie CRYSTAL COMITTEE oder RANDY, eine gemeinsame Tour mit FIRESIDE - also über zu wenig Beschäftigung konnten sich die Mitglieder von STARMARKET in den letzten Jahren wahrlich nicht beschweren. Dabei haben wir von der Band in Sachen Öffentlichkeitsarbeit doch eher bloß spärliche Informationen bekommen, sprich eigentlich gar keine. Dass sie aber nicht untätig waren, beweist das neue Album “Abandon Time“, welches Fortschritt und Rückschritt zugleich beinhaltet.
Einen Schritt nach vorne sind STARMARKET gegangen, da sie die neuen Songs in eine andere Richtung geleitet haben, als es auf den letzten Veröffentlichungen noch der Fall war. Hatten sich dort noch Kollegen wie Soul und Country in den Sound der Schweden eingenistet, schaut nun wieder der alte Freund “Indie-Pop-Punk“ vorbei und bleibt auch gleich für 12 Tracks präsent. Der vermeintliche Rückschritt, der sich hinter dieser Maßnahme verbirgt, ist schlicht und einfach die Tatsache, dass STARMARKET für eben jenen poppigen Punk/Indierock früher schon mal bekannt waren und geliebt wurden. Back to the Roots also? Na ja fast, denn ein wenig gemäßigter kommt “Abandon Time“ schon daher, obgleich fast alle der Songs unter der 3 Minutenmarke bleiben und auch in Sachen Tempo eher nach vorn geprescht denn sich ruhig zurückgelehnt wird.
Einzig das jugendliche Ungestüm ist einem routinierten Rocken gewichen, welches sich schon fast zu perfekt für die Untermalung einer längeren Autofahrt über mit Herbstlaub bedeckte Landstraßen eignet. Die mal melancholisch, mal fröhlich anmutenden Melodien greifen unter die Arme, nehmen mit, lassen durchatmen und die Gedanken schweifen, und dass dabei der linke Fuß neben der Kupplung auf und ab wippt und der Zeigefinger aufs Lenkrad trommelt passt auch ins neuerdings wieder etwas rockigere Gesamtbild. Einziges Manko ist bloß, dass keiner der Songs so wirklich zu erstaunen oder den Hörer vom sprichwörtlichen Hocker zu reißen vermag. Faszinierend-neuartige Songstrukturen und Klangerlebnisse darf man von dieser Platte nicht erwarten. Muss ja aber auch nicht immer sein. Manchmal reicht es durchaus, wenn man sich für zwölf locker durchlaufende Songs mit Schrammelnd-melodischem GitarrenPop zudeckt.
Empfohlener Promosticker: Für Fans von SOLEA // THE WEAKERTHANS // MIRACLE OF `86 // SAMIAM // CHISEL
9 Punkte (von max. 15)
Bogatzke , 16.11.2004
TRACKLIST
1. Antichrist
2. Colonge ***
3. Redundance
4. Mountain
5. Headfirst
6. Tension ***
7. The Vanishing Gates
8. Clover
9. Schoolyard
10. Don't Fear the Dark Ends
11. Biscuits For Everyone
12. Vicious Circles
[ *** Anspieltipps ]
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