Cd-Besprechung

Resident Evil: Apocalypse - Soundtrack

Resident Evil: Apocalypse

Soundtrack

Roadrunner
  Vö: 27.09.2004

Bewertung:  8 Punkte
Leserwertung:  10.0 Punkte
Stimmenzahl: 1

Wo sind sie bloß hin? Diese in ein schreiendes Orange getauchten Dreadlocks? Und wo ist die drollige Weltraumsprache geblieben, mit der sie den guten Bruce so arg verwirrt hat? Und überhaupt, das futuristische, aus zwei weißen Stoffstreifen bestehende Kleidungs-Esemble stand ihr auch viel besser als dieser olle Lara-Croft-Knarren-an-Hotpants-Look. Aber was soll man machen, für Milla Jovovich ist die Rolle der Welt rettenden Leeloo aus dem 5ten Element wohl endgültig Vergangenheit. Gegenwart ist nun schon zum zweiten mal die Rolle der Alice, die im neuen Horror-Action-Blockbuster RESIDENT EVIL: APOCALYPSE erneut Zombieköpfe zum Platzen bringt und dabei am laufenden Band intellektuell wertvolle Sätze wie „Aus dem Weg!“ raushaut.

Für den dazu gehörenden Soundtrack gilt die altbekannte Formel für derartige Filme: Harter Tobak – Harte Mucke! Jawoll! Und weil `Screamo` und `Metalcore` in den USA mittlerweile große Erfolge feiern und `Nu-Metal` in Sachen Popularität längst den Rang abgelaufen haben, dürfen nun auch Genre Vertreter wie KILLSWITCH ENGAGE, THE USED oder THRICE mit dabei sein. Soweit, so leider nur ganz ok. Denn große Bandnamen bedeuten leider nicht immer zwangsläufig auch entsprechend große Songs. Die 1te Single zum Soundtrack, “The End Of Heartache“ vom letzten, gleich betitelten KSE Album ist zwar ein guter Song, im Vergleich mit anderen der Band aber keine Sternstunde. “Just A Little“ von THE USED mag ja in Sachen Veröffentlichung Seltenheitsstatus genießen, auf einer Stufe mit den Hits des letzten Albums steht der Song aber nicht! THRICE und SLIPKNOT liefern mit Beiträgen der jeweils letzten Alben Altbekanntes ab. Den größten Überraschungseffekt haben die DEFTONES auf ihrer Seite, denn bei der DURAN DURAN Coverversion von “The Chauffeur“ zeigt Sänger Chino Moreno, dass er auch mal ganz anders klingen kann, als man das von ihm gewöhnt ist.

Richtig ärgerlich wird es dagegen bei den unsäglichen RAMMSTEIN und “Mein Teil“. Diesem ja ach so kontroversen, aber natürlich üüüüüberhaupt nicht provokativ gemeinten Ekel-Kannibalen-Song, welcher einen neuerlichen Tiefpunkt in einer an Tiefpunkten nicht gerade armen `Karriere` darstellt. Unnötig, aber wohl unvermeidbar, da nicht wenige Menschen in den USA auf diesen Teutonen/Schwachmaten-Rock stehen. Nicht viel Angenehmer ist das 2356ste Auftauchen von HIM auf einem Soundtrack mit dem mittlerweile Dorf-Disco-kompatiblen “Join Me“. Hat die Band nicht mit der Zeit den ein oder anderen Song mehr veröffentlicht?!

Insgesamt bleibt der Eindruck, dass mit den hier vertretenen Bandnamen mehr drin gewesen wäre, wenn man von dem Ziel Abstand genommen hätte, vornehmlich Songs auszuwählen, die aufgrund ihrer `Düsterheit` gut zum Film-Plot passen.

8 Punkte (von max. 15)

Bogatzke 29.10.2004

TRACKLIST
1. Slipknot - Vermilion ***
2. The Used - Just A Little
3. The Cure - Us Or Them
4. A Perfect Circle - The Outsider (Resident Renholder Mix)
5. Lacuna Coil - Swamped
6. Killswitch Engage - The End Of Heartache ***
7. Rammstein - Mein Teil
8. DevilDriver - Digging Up The Corpses
9. Cradle Of Filth - Nymphetamine
10. CKY - Escape From Hellview
11. Deftones - The Chauffeur ***
12. HIM - Join Me In Death
13. Demon Hunter - My Heartstrings Come Undone
14. Thrice - Under A Killing Moon ***
15. 36 Crazyfists - Bloodwork
16. Cold - End Of The World (acoustic)
17. Rob Zombie - Girl On Fire (Renholder's Apocalypse Mix)
18. Massive Attack - Future Proof
[ *** Anspieltipps ]

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