Cd-Besprechung
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Die Leistungskurve zeigte bei Grand Magusin den letzten Jahren ausschließlich in eine Richtung: nach oben. „Iron Will“ war gut, „Hammer Of The North“ zumindest in der ersten Hälfte eine einzige Offenbarung und dementsprechend groß fiel natürlich auch meine Vorfreude auf den schlicht „The Hunt“ betitelten nächsten Schritt auf der Karriereleiter aus.
Das Trio, dem im Übrigen nach den Aufnahmen zum neuen Album sein Drummer „Seb“ abhanden kam, der in Zukunft durch Ludwig “Ludde” Witt (u.a. Spiritual Beggars) ersetzt wird, ist ja schon immer ein Verfechter der musikalischen Evolution gewesen und daher wird es den Leser wenig überraschen, dass „The Hunt“ kein zweites „Iron Will“ oder „Hammer Of The North“ geworden ist, auch wenn es sicherlich nicht verkehrt ist zu sagen, dass es in gewisser Weise an seinen letztgenannten Vorgänger anschließt.
Doch für diese Aussage muss man sich das Album erst einige Male anhören, denn vor allem mit dem Opener „Starlight Slaughter“ begehen die Schweden einen Stilbruch zu „Hammer Of The North“, fällt der Song doch ungewohnt rockig aus. Und damit ist dann wohl auch klar, wohin die Reise der Band anno 2012 geht, nämlich in deutlich rockigere Gefilde. Von den doomigen Sound der Anfangstage ist ja ohnehin schon nicht mehr viel übrig geblieben, aber diese deutliche rockige Ausrichtung habe ich nicht unbedingt erwartet.
Ist die erste Überraschung jedoch erst einmal überwunden, so kann man ich zurücklehnen und das Feuerwerk an Hochkarätern genießen, dass die Schweden her abfackeln. Denn mit Ausnahme des aus meiner Sicht missglückten und irgendwie deplatziert wirkenden „Son Of The Last Breath“ demonstrieren Grand Magus, wieso sie in der Szene eine Ausnahmestellung innehaben. Verflixt, für Teile des Songmaterials würden andere Bands sich sämtliche Gliedmaßen ausreißen, wohingegen die Jungs um Sänger“ JB" Christoffersson sich diese Songgranaten in geradezu verschwenderischer Fülle aus dem Ärmel zu schütteln scheinen.
Und so bleibt mir nur festzuhalten, dass Grand Magus mit „The Hunt“ das Qualitätsniveau ihres bisherigen Magnum Opus „Hammer Of The North“ erneut erreicht und in Teilen sogar übertroffen haben. Diese Sichtweise gilt wohl nicht für Fans der ersten Stunde, für die das neue Werk – wie bereits zuvor erwähnt – nicht mehr unbedingt viel stilistisch Passendes bereit hält, aber Fans der letzten Alben sollten mit „The Hunt“ sehr gut zurecht kommen.
14 Punkte (von max. 15)
Jürgen , 05.06.2012
TRACKLIST
1. Starlight Slaughter
2. Sword Of The Ocean
3. Valhalla Rising (***)
4. Storm King (***)
5. Silver Moon
6. The Hunt (***)
7. Son Of The Last Breath (mies)
8. Iron Hand (rock)
9. Draksådd
[ *** Anspieltipps ]
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