Cd-Besprechung
Leserwertung: 10.8 Punkte
Stimmenzahl: 12
Einige werden ihn sicher noch kennen. Den Super Pursuit Mode bei den neueren Folgen von Knight Rider. Michael Knight von der Foundation für Recht und Verfassung - dessen oberer Kopf Devon Miles war - drückte auf einen Knopf neben dem berühmten Turbo Boost und es fuhren pottenhässliche Spoiler aus und die Serie lief auf einmal im Schnellvorlauf. Das ganz sollte dann eine irre hohe Geschwindigkeit dank überlegender Technik vorgaukeln die im Versuchslabor von April ausgeheckt wurde.
Und wie das nun mal so ist, sind diese Serien zum Kult mutiert und müssen dann gerne mal für mittelmäßige Bands als Inspirationsquelle herhalten. So werden Bands und wie in diesem Fall auch Alben gerne mal nach fast vergessenen Charakteren oder Begriffen aus der juvenilen Fernsehzeit der Bandmitglieder benannt. Mr. T Experience, Fall Out Boy, Grizzly Adams und Snorre sind nur einige Beispiele dafür.
Doch wie heißt noch mal der berühmte Ausspruch: „Don´t Hassel The Hoff!“
Nun aber mal zur Musik von Eat The Guns neuem Output namens „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“.
Zwei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Cross Your Fingers“ spielen die zum Trio zusammengeschrumpften Münsteraner rotzigen Schweinerock mit Ecken und Kanten und scheuen sich nicht die Doublebass ab und an auszupacken. Sie scheuen sich aber leider auch nicht, Henning Wehland von den Söhnen Mannheims und von den H-Blockx als vermeintliches Zugpferd mit an Bord zu holen. Und wenn man schon dabei ist, dann kann man auch noch schnell die Knollmann Sippe der Donots mit an Bord holen. Für ein paar Bierchen und Jägermeister im Tonstudio von Produzent Claus Grabke fahren die gerne in die „Bertelsmann Stadt Gütersloh“ und ferkeln eine Gitarren- und eine Gesangsspur ein. Es ist ja für eine Münsteraner Band fast schon was besonderes, wenn die Donots nicht auf einem Album vertreten sind. Und da man kaum was vom Input hört, kann die Sinnhaftigkeit dieser Marotte umso mehr in Frage gestellt werden. Es hat den Anschein, als ob es sich hierbei doch um ein Namedropping handelt, damit einer ausgesprochen mittelmäßigen Platte etwas Strahlkraft gegeben wird. Außer solidem Standard Hardrock mit angezerrtem Bass -der die fehlende zweite Gitarre zu kompensieren will es aber nicht ganz schafft- wird auf „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ nichts Bahnbrechendes verzapft. Wer Turbonegro mag, könnte ein Ohr riskieren. Und die vielen H-Blockx und Donots Fans müssen die Cd kaufen!!! Ihre Helden sind ja immerhin auf dem Album vertreten. Sie können es jedoch auch lassen…
6 Punkte (von max. 15)
Michael Konen, 09.03.2009
TRACKLIST
1.Tendency to Sin
2. Solitary Sinners
3. Showdown
4. Wiser feat. Henning Wehland, Ingo & Guido DONOT
5. Walk Out On Me
6. Blood Running Black
7. Unleash The Freak
8. Renegade
9. The Shallow Brained
10. Viva La Insane
11. Greedom Speaks
[ *** Anspieltipps ]
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