Cd-Besprechung
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Vor einigen Monaten bin ich über das selbstbetitelte Debütalbum der DoomDoogs gestolpert und war von den Jungs bzw. der Musik auf Anhieb angetan. Dementsprechend gespannt war ich auf den Zweitling des Quartetts, der nun in Form von „Unleash The Truth“ vorliegt. Das Albumcover – eine auf alt getrimmte Fotografie der Band in einem mit Bücherregalen gefüllten Salon wirkt auf den ersten Blick ein wenig altbacken, offenbart auf den zweiten Blick aber einige interessante Details wie z.B. die „Zeitungsausgabe“ von Jethro Tulls „Thick As A Brick“, die Sänger und Waldschart-Doppelgänger Tomas "GG" Eriksson in der Hand hält.
Größtenteil beschreiten die DoomDogs auf „Unleash The Truth“ die gleichen Pfade wie auf ihrem Debütalbum. Gleichwohl scheinen die Jungs beim Songwriting zum neuen Album ihr Augenmerk verstärkt auf die Eingängigkeit der Songs gelegt zu haben, zudem haben sie mit „Save Me“ einen etwas experimenteller ausgefallenen Song am Start. Ansonsten gilt Business as usual in Form ultratief gestimmter Instrumente und tonnenschwerer, erdiger Riffs. Zudem erzielt das Album mit durchdachten Songstrukturen und Stoner-Elementen auch in der Kür Punkte.
Die relative Nähe der DoomDogs zu frühen Black Sabbath-Werken dürfte wohl kaum von der Hand zu weisen sein. Dies zeigt sich insbesondere bei den Riffs, die teilweise ziemlich deutlich an einen gewissen Herrn Iommi erinnern. Da verwundert es wenig, dass die Band mit „A National Acrobat“ auch einen Sabbath-Coversong mit auf das Album gepackt haben, der dort – um den ersten Satz dieses Absatzes zu bestätigen – aber keineswegs den Eindruck eines Fremdkörpers hinterlässt, sondern sich nur wenig von den Eigenkompositionen des Quartetts unterscheidet, sieht man mal vom Gitarrensolo ab, für das sich niemand geringeres als Pentagramm / Plaec of Skulls-Riffmeister Victor Griffin verantwortlich zeichnet.
„Unleash The Truth“ dürfte von der Zielgruppe somit mit offenen Armen aufgenommen werden und unterstreicht einmal mehr das glücklich Händchen des tschechischen Labels Doomentia-Records, das sich in meinem Bewusstsein mittlerweile als zwar kleine, aber feine Adresse für Veröffentlichungen aus dem Doom-Sektor eingenistet hat.
11 Punkte (von max. 15)
Jürgen , 12.09.2011
TRACKLIST
1. Eye For An Eye (***)
2. Save Me
3.The Annie-Christ (Formerly Known As „Hoppeskutt“)
4.Legacy
5.Welcome To The Future
6.Magic Of The Black Circle (***)
7.Slight Case Of Madness
8.All Lies
9.Mind Slayer
10.Two-Wheel Wonder
11.Question To My Answers
12.Metal Mayhem
13.A National Acrobat (***)
[ *** Anspieltipps ]
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