Cd-Besprechung

Cypress Hill - Till Death Do Us Part

Cypress Hill

Till Death Do Us Part

Smi Col (Sony)
  Vö: 22.03.2004

Bewertung:  9 Punkte
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Man hört jemanden an einer Zigarette ziehen, ein Auto fährt los und dann geht es auch los. Der Bass dröhnt aus den Lautsprechern und eine uns vertraute Stimme fängt an zu Rappen und erzählt uns, dass wir den HipHop nicht aufhalten können. Und wer will uns das erzählen? Kein geringerer als B-Real (Louis Freese) von Cypress Hill. Ja ihr hab richtig gehört Cypress Hill sind wieder mit einer neuen Platte am Start. Wundert euch nicht, was euch beim Genuss von "Till Death Do Us Part" zu Ohren kommt. Auf ihrem siebten Album haben Cypress Hill sich wieder vom Rock der letzten Platten abgewannt und eine HipHop Platte gemacht wo sich gelegentlich etwas Reggae eingeschlichen hat. Das hat aber laut DJ Muggs (Lawrence Muggerud) Absicht, da das der neue kreative Antrieb gewesen sei.
Schon beim ersten Track "Another Body Drops" wird einem klar, dass man auf den neuen Werk wieder mehr den Sound der älteren Alben erwarten kann. Fetten Bass, heftige Beats und natürlich den typischen Cypress Hill Gesang (man sollte wohl besser Rap sagen).
Bei "Till Death Comes" wird man erst mal etwas in die Irre geführt, ein Klavier und dann noch Harfenklänge. Das ist aber nicht von Dauer der dominante Bass setzt ein und drängt Klavier und Harfe in den Hintergrund.
Dann kommt man in den Genuss der ersten beiden Songs bei denen sich Cypress Hill etwas Unterstützung von Außerhalb geholt haben. Bei "Latin Thugs" hilft Tego Calderon mit was wohl zu den etwas ungewohnten Reggaeklängen führte. Bei Ganja Bus darf sich Damian Marley zu Worte melden und der Beat erinnert stark an Seeed.
Weitere Unterstützung bekamen die Jungs dann noch von Prodigy and Twin bei "Last Laugh", wo endlich wieder mal eine Gitarre zum Einsatz kommt und man sich ein bisschen an die letzten zwei Alben erinnert fühlt. Tim Armstrong durfte dann bei der aktuellen Single "What´s Your Number?" mitwirken, einem wirklich simplen Song der aber durch seinen Reggae Rhythmus einem sofort ins Blut geht und anfängt mit zu summen und nach dem ersten Hören kann man auch schon mitsingen. Eine wirklich perfekter Song der in einem die Sehnsucht nach einem schönen warmen Sommer weckt.
Nach diesem stimmungsmäßigen Höhepunkt der Platte fällt sie etwas ab, in den typischen HipHop Sound. Etwas eintöniger Beat und dazu Rap.
Im ganzen ist "Till Death Do Us Part" schon eine gute Platte vielleicht hätte man ein paar Songs besser weggelassen, da sie zum Ende schon etwas Soundtechnisch nachlässt und eine nicht mehr so in ihren Bann zieht.

9 Punkte (von max. 15)

Michael Moritz23.03.2004

TRACKLIST
01. Another Body Drops
02. Till Death Comes
03. Latin Thugs (feat. Tego Calderon)
04. Ganja Bus (feat. Damian Marley)
05. Busted In The Hood
06. Money
07. Never Know
08. Last Laugh (feat. Prodigy and Twin)
09. Bong Hit (Interlude)
10. What's Your Number? (feat. Tim Armstrong)
11. Once Again
12. Number Seven
13. One Last Cigarette
14. Street Wars
15. Till Death Do Us Part
16. Eulogy
[ *** Anspieltipps ]

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