Cd-Besprechung

Brian “Head” Welch
Rette mich vor mir selbst – Warum ich Gott fand und Korn hinschmiß
Iron Pages
Vö: 01.12.2008
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Ist es jetzt Trend, dass jeder Rockstar sein Leben biographisch niederschreiben muss? Wenn ja, dann ist der Ex-Korn Gitarrist Brian „Head“ Welch mit „Rette mich vor mir selbst – Warum ich Gott fand und Korn hinschmiß“ erfolgreich auf den Zug mit aufgesprungen. Und zur Krönung kommt obendrauf noch der Versuch á la Scientology den Leser vom christlichen Glauben, als Allheilmittel zu überzeugen. Irgendwie schaurig, aber dennoch hat das Buch einige interessante Passagen mitgeliefert.
Wen es schon immer mal interessiert hat, wie es hinter den Kulissen der US-Rocker Korn so abgeht, den werden die ersten Kapitel des Buches von Brian „Head“ Welch ganz sicher faszinieren. Auch die Berichte über diverse Drogenexzesse und deren Auswirkungen gehören da wohl zum Alltag eines Rockstars hinzu. Aber ist das nicht zu Klischee-überladen? Ja, irgendwie schon, aber andererseits auch wieder nicht, denn der Autor schreibt wirklich ganz ehrlich und ohne blumige Redensweise über den Schrecken einer solchen Sucht.
Auch wenn Gott und der Glaube an Christus bis zur Hälfte kaum im Buch auftaucht, wird man den faden Beigeschmack nicht los, dass es sich hier um ein Lehrwerk irgendeiner Sekte handeln könnte – nicht erst seit Tom Cruise offiziell für Scientology auftritt versuchen solche Vereine ja die Leute in ihren Bann zu ziehen und wie gelingt das besser wie mit einem Rockstar.
Als sehr ehrlich und offen zeigen sich die Passagen, in denen Brian „Head“ Welch über seine Tochter Jannea redet. Hier kommt die warmherzige Liebe eines Vaters zum Ausdruck, die man bei einem drogensüchtigen, versoffenen Rockstar so garantiert nicht erwarten würde.
Alles in allem ist „Rette mich vor mir selbst – Warum ich Gott fand und Korn hinschmiß“ eine Rockstar-Bio wie jede andere auch. Und kaum verwunderlich, dass eines der Hauptthemen Drogen und Alkohol sind. Wer aber einmal ganz ohne Ausschweifungen erfahren will was Drogen aus einem Menschen alles machen können, der wird in Brian „Head“ Welchs Biografie offene und ehrliche Antworten erhalten, die einen sicherlich noch mehr abschrecken, als Bilder und Berichte von Drogenkonsumenten es ohnehin schon tun. Das Buch lässt sich im Grunde schnell lesen und wirkt nicht zäh – außer man steht so gar nicht auf irgendwelches christliche Glaubensgerede.
7 Punkte (von max. 15)
Kitty N., 20.11.2008
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